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Stadt und Bezirksrat wollen Tempo drosseln

Eggewiese, Heinrich-Lange-Straße, Niederaue Stadt und Bezirksrat wollen Tempo drosseln

In drei Vinnhorster Wohnstraßen wurden im April Verkehrszählungen durchgeführt: Die gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit war zu hoch. Das wollen Stadt und Bezirksrat nun ändern.

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Auch in der Niederaue war die gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit zu hoch.

Quelle: HAZ

Hannover. Die Versuche einer Verkehrsberuhigung in drei Vinnhorster Wohnstraßen gehen in eine neue Runde. Bei einer neuen Verkehrszählung vom 14. bis 20. April hat die Verwaltung Geschwindigkeit und Anzahl der durchfahrenden Fahrzeuge in den Straßen Eggewiese, Heinrich-Lange-Straße und Niederaue ermittelt.

In allen drei Straßen gilt Tempo 30. Die gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit lag aber bei 36 bis 40 Stundenkilometer. „Es ist erforderlich, dass wir etwas dagegen unternehmen. Was wir bisher verändert haben, hat nicht den erwünschten Effekt“, bilanziert Magdalene Ballmüller, Sachgebietsleiterin Wohn- und Erschließungsstraßen, im Bezirksrats Nord.

"Für eine Wohnstraße nicht unüblich"

Die Anzahl der durchfahrenden Autos bewegt sich aus Sicht der Verwaltung allerdings im Normalbereich. „400 bis 700 Autos pro Tag sind für eine Wohnstraße nicht unüblich. Wir machen uns eher Sorgen um die Geschwindigkeiten“, erklärt Ballmüller. Die Gesamtzahl der Fahrzeuge in den drei Straßen ist im Vergleich zur Zählung im Jahr 2014 annähernd gleich geblieben. Allerdings hat sich der Verkehr von der besonders belasteten Straße Eggewiese zum Teil in die beiden Parallelstraßen verlagert.

In der Eggewiese kamen in der Woche im April rund 5650 Fahrzeuge in beide Richtungen durch, zwei Jahre zuvor waren es noch 8800 Autos gewesen. Dafür stieg der Verkehr in der Heinrich-Lange-Straße von rund 1200 auf 3200 motorisierte Fahrzeuge pro Woche. Auch in der Niederaue zählten die Stadtmitarbeiter mehr Autos. Statt 2490 Wagen im Jahr 2014 waren es nun gut 2900 Fahrzeuge.

Die Verwaltung will nun zur Verkehrsberuhigung drei Zentimeter hohe Schwellen aus Kunststoff an jeweils drei bis vier Stellen in den Straßen anbringen. „Wir sind nicht besonders glücklich darüber, denn das nervt Autofahrer und wegen der Geräuschkulisse auch Anwohner, aber es ist effektiv“, erklärt Ballmüller. Damit Autofahrer nicht ausweichen, sollen alle drei Straßen die Schwellen bekommen. Falls die Schwellen sich nicht bewähren, ließen sie sich leicht wieder entfernen.

"Das führt zu einer Verlagerung"

Dem Vorschlag einer Anliegerin, die Eggewiese zur Sackgasse oder Einbahnstraße zu machen, will die Fachfrau nicht folgen. „Das führt zu einer Verlagerung des Verkehrs in andere Straßen.“

Detlev Blank aus der Heinrich-Lange-Straße spricht sich dafür aus, mehr Tempo-30-Schilder aufzustellen und verblichene Markierungen zu erneuern und schlägt Tempoanzeigen vor. Nils Hanebuth aus der Niederaue geht davon aus, dass Geländewagen ohne Probleme, dafür aber mit ordentlich Krach über die Schwellen brettern. „Und Motorroller fahren einfach darum herum.“ Er fordert stationäre Blitzer.

Ballmüller kündigt eine Haushaltsbefragung zu den geplanten Schwellen an. Angelika Jagemann (CDU) möchte, dass die Parkbuchten wieder entfernt werden, da Anlieger sich über den Verlust von Parkplätzen beklagen. Stefan Winter (Grüne) schlägt eine Spielstraße in der Niederaue vor. „Das wäre eine beitragspflichtige Grunderneuerung, die mit höheren Kosten für die Anlieger verbunden wäre“, gibt Ballmüller zu bedenken. Und immerhin habe sich der Verkehr um ein Drittel durch die bisherigen Veränderungen mit Pollern und Parkplatzbuchten verlagert.

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Vinnhorst in Zahlen
  • Stadtbezirk : Nord, 13. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 30.106
  • Einwohner je Stadtteil: Nordstadt (16.604 Einwohner), Hainholz (6.664 Einwohner), Vinnhorst (6.698 Einwohner) und Brink-Hafen (140 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 2.777 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30167, 30165, 30179
  • Markantes aus der Geschichte: Vinnhorst verdankt seine Entstehung zwei Bauernstellen aus dem frühen Mittelalter, die im 12. Jahrhundert als „Hoff to der Vynhorst“ und „Hoff der Dörlinge“ erstmals urkundlich erwähnt wurden. Jahrhunderte hindurch war Vinnhorst eine kleine Landgemeinde bis um 1900 die Firma J. H. Benecke ihren Betrieb hierher verlegte.
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