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Vinnhorst Vinnhorster Kindertisch sagt Danke
Hannover Aus den Stadtteilen Vinnhorst Vinnhorster Kindertisch sagt Danke
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17:58 08.06.2016
Sind beim Sommerfest dabei: Die vielen Stammgäste des Vinnhorster Kindertisches.Foto: Schwarzenberger
Vinnhorst

Angelika Jagemann, Politikerin im Bezirksrat Nord, sagte einmal, es wäre ideal, wenn die Welt einen Mittagstisch für Kinder nicht brauche. Das war 2014; Jagemanns Verein, das Sozialnetzwerk Vinnhorst hatte seinerzeit den Vinnhorster Kindertisch in die Obhut der ZAG-Stiftung Pro Chance übergeben. Es gibt die Einrichtung noch heute, und die kostengünstige Versorgung von Schulkindern aus den nördlichen Stadtteilen ist nach wie vor ihre vornehmste Pflicht. Aber nicht nur. Viele Angebote sind hinzugekommen, finanziert durch Spenden und unterstützt von Helfern. Sponsoren und Ehrenamtlichen dankte die Stiftung am vergangenen Sonnabend mit einem Sommerfest.

Selbstgebackener Kuchen, Springburg, Glücksrad und Rostbratwurst: Eltern, Helfer und Jugendliche hatten auf dem Platz des noch jungen Gewerbezentrums am Kurländer Weg Feines im Angebot. Dort hat der Kindertisch seit vorigem Oktober seinen Sitz. St. Hedwig in Vinnhorst war 2011 die erste Station, dann kam ein Zwischenstopp an der Schulenburger Landstraße in einer umfunktionierten Wohnung. Nun hat der Kindertisch sein Zuhause gefunden. Und er hat mit dem Vinnhorster Jugendtreff einen passenden Nachbarn. Pro Chance kümmert sich um Miete, das tägliche Mittagessen und die Lernförderung. Alles andere ist Sache von ehrenamtlichen Helfern, von denen manche schon von Beginn an dabei sind, und Spendengebern.

Immerhin: Rund 60 Kinder und Jugendliche besuchen den Kindertisch, der montags bis freitags zwischen 12 und 17 Uhr geöffnet hat. Bis zu 45 Grundschulkinder kommen zum Essen, für etwas Ältere gibt es eigene Projekte. Sie alle sollen fit gemacht werden, für Schule und Alltag. „Wir haben Grundschüler, Kinder aus Sprachlernklassen und Schüler, die Nachhilfe brauchen“, sagte Betreuerin Laura Bade, die den Kindertisch gemeinsam mit Aljoscha Podesky, der momentan Soziale Arbeit studiert, leitet. „Wir wollen die Kinder stark machen“, sagte Bade. Mit Kochen, Einkaufen, Hausaufgabenhilfe und Ausflügen. In den Heidepark zum Beispiel oder auf mehrtägige Freizeitfahrten. Das kostet Geld, das viele Familien nicht haben. „Wir brauchen Spenden“, sagte Alina und nickte nachdrücklich. Alina besucht die Entenfangschule und ist fast täglich im Kindertisch. Die Kinder kommen aus Vinnhorst, Ledeburg, Stöcken und von den Integrierten Gesamtschulen Vahrenheide/Sahlkamp und Büssingweg. Viele stammen aus Einwandererfamilien; sie lernen Deutsch und pauken beim Kindertisch auch für andere Fächer. Studentische Lehrkräfte helfen dabei. Daheim fehlt es manchmal an Zuwendung, manchmal an Sprachkenntnissen und manchmal am Geld für ein tägliches Mittagessen. „Manche sind einfach sich selbst überlassen und kommen zu uns“, berichtete Bade. Von Marcel Schwarzenberger

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