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Waldhausen Politiker fordern Ortsbegehung in Waldhausen
Hannover Aus den Stadtteilen Waldhausen Politiker fordern Ortsbegehung in Waldhausen
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00:15 03.10.2016
Von Michael Zgoll
Der Protest gegen die Umgestaltung der Salzbuger Straße hält an. Quelle: Zgoll
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Hannover

90 Prozent der Zuschauer in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Döhren-Wülfel waren wegen eines Themas gekommen: Sie sind gegen den geplanten Umbau der Salzburger Straße in Waldhausen. Viele Anwohner der Durchgangsstraße zwischen Südstadt und Döhren sind überhaupt nicht einverstanden mit der Neugestaltung, wie sie die Stadt ins Auge gefasst hat. Etliche Betroffene berichteten den Politikern von einer Unterschriftenliste, die sie der Verwaltung überreichen wollen. Demnach haben 54 Personen aus 39 Haushalten bekundet, dass sie nichts von den Ausbauplänen in ihrer jetzigen Form halten. Der Bezirksrat seinerseits fasste einen einstimmigen Beschluss: Die Verwaltung soll mit Bezirksräten, Mitgliedern des Bauausschusses aus dem Rat sowie Anliegern eine Ortsbegehung an der Salzburger Straße durchführen.

Wie es in dem von der CDU-Fraktion eingebrachten Antrag heißt, solle die Salzburger Straße nach den bisherigen Plänen ohne jegliche Beteiligung der Anwohner umgestaltet werden. Dies habe bei den Betroffenen zu großem Unmut und Verständnislosigkeit geführt. Um in einen „zielgerichteten Dialog“ einzutreten, erklärte CDU-Fraktionschefin Gabriele Jakob, sei deshalb eine Ortsbegehung dringend erforderlich. Nach Ansicht von Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner gibt es einen einfachen Grund, warum die Verwaltung diesen Dialog bislang nicht geführt hat: „Weil sie es nicht muss.“

Anwohner wünschen sich Sicherheit

Die Anlieger benannten in der Bezirksratssitzung noch einmal einige der Punkte, die ihnen an den bisherigen Ausbauplänen nicht gefallen: die erhebliche Verringerung der Parkplatz-Zahl für Autos, die Festlegung der erlaubten Geschwindigkeit auf Tempo 50 statt auf Tempo 30, die ihrer Meinung nach falsche Positionierung des Radwegs und die Kostenbeteiligung der Anlieger per Straßenausbaubeitragssatzung.

Einige der rund 20 Anwesenden wiesen zudem darauf hin, dass im Zuge des Neubaus der Südschnellweg-Brücke zusätzlicher Verkehr in der Salzburger Straße zu erwarten sei, diese möglicherweise sogar als Umleitungsstrecke für Lastwagen dienen solle. Insbesondere mit Blick auf die Kinder, die in den umliegenden Häusern wohnen, müsse die Stadt die Straße so umgestalten, dass ein höchstmögliches Maß an Sicherheit erzielt werde.

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