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West 400.000 Euro für Restaurierung der Bethlehemkirche
Hannover Aus den Stadtteilen West 400.000 Euro für Restaurierung der Bethlehemkirche
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16:00 24.06.2009
Von Thorsten Fuchs
Denkmalschützer bescheinigen der Lindener Bethlehemkirche eine architekturgeschichtliche Sonderstellung. Quelle: Rainer Surrey

Denkmalschützer bescheinigen ihr eine architekturgeschichtliche Sonderstellung, sie war als erste Kirche der Region elektrifiziert, im Keller befindet sich eine Kegelbahn, und auch der Kreis ihrer Unterstüzter ist einigermaßen ungewöhnlich: Sowohl Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) als auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Edelgard Bulmahn haben sich in Berlin für die Lindener Bethlehemkirche eingesetzt.

Ihr Werben hatte nun Erfolg: Kulturstaatsminister Bernd Neumann gibt 400 000 Euro für die weitere Restaurierung. „Jetzt bin ich überzeugt, dass wir‘s schaffen“, sagt Kirchenvorsteher Jörg Birnstiel.

Die gestiegene Wertschätzung für das einstige Arbeiter-Gotteshaus in Linden-Nord illustrierte eine Veranstaltung am Dienstagabend: Der neue Präsident des Landesamtes für Denkmalschutz, Stefan Winghart, hatte sich für seinen ersten öffentlichen Auftritt in Hannover die Bethlehemkirche ausgesucht, Kulturminister Lutz Stratmann war zugegen und Edelgard Bulmahn verkündete die frohe Botschaft aus Berlin, dass der Haushaltssausschuss des Bundestages das Geld bewilligt habe. Obendrein ziert die Kirche nun auch das Titelbild der neuen Ausgabe Zeitschrift „Denkmalpflege in Niedersachsen“.

„Es gibt zurzeit eine erhebliche fachliche Aufmerksamkeit für die Bethlehemkirche“, sagt Landesdenkmalpfleger Winghart. Dieses Interesse verdankt sich vor allem dem ungewöhnlichen Stilmix, den Karl Mohrmann (1857 – 1927) in der 1906 geweihten Kirche verwirklicht hat.

Der Architekt, der auch die Stabkirche in Hahnenklee im Harz entworfen hat, war Schüler von Conrad Wilhelm Hase, hat aber einen sehr eigenen Weg gefunden, die historistischen Sehnsüchte seiner Zeit zu erfüllen und sich die mittelalterlichen Vorbilder zu eigen zu machen.

Äußerlich ist die Kirche ein romanisches Gegenstück zu den kurz zuvor entstandenen Bauten, der Lutherkirche in der Nordstadt und der inzwischen abgerissenen Garnisonkirche in der Neustadt, orientiert am Mindener Dom. Für das Innere hat Mohrmann einen stilistischen Rundgang durch halb Europa unternommen: Der Altar hat sein Vorbild in Jütland, die Kanzel in Italien, und der mächtige Radleuchter ist eine Adaption romanischer Beispiele in Deutschland.

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