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Albert-Schweitzer-Schule richtet Nutzgarten für Kinder ein

Linden Albert-Schweitzer-Schule richtet Nutzgarten für Kinder ein

31.000 Euro gibt die Region für das Schulgartenprojekt der Albert-Schweitzer-Schule.Die will zukünftig Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln im eigenen Nutzgarten anbauen.

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Erwin Jordan mit Mascha (von links), Mirza, Josefina und Lando am ersten Hochbeet.

Quelle: Herzog

Linden. Die vier Kinder haben schon einen Plan. „Also, wir wollen hier Kräuter haben“, berichtet der achtjährige Lando. Außerdem sollen im künftigen Schulgarten der Albert-Schweitzer-Schule in Limmer künftig Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln wachsen. „Und auch Blumen zum Essen wollen wir“, sagt Lando, der sich gemeinsam mit seinen Klassenkameraden Mascha, Josefina und Mirza Gedanken um die künftige Gestaltung des Schulgartens gemacht hat, der im wesentlichen aus Hochbeeten besteht.

31.000 Euro gibt die Region für das Schulgartenprojekt. Der Anbau und die gemeinsame Zubereitung von Lebensmitteln soll die Eigenverantwortung fördern. An dem Projekt beteiligt sich der Verein Transition Town Hannover, der auch schon in Linden-Nord Gemüse in Hochbeeten angebaut hat.

Am Dienstag erhielt die Albert-Schweitzer-Schule den ersten von vier rund drei Meter langen Holzkästen, in denen Hochbeete zum Anbau von Gemüse angelegt werden. Die Holzkästen sind an einer Seite sogar mit einem Rollstuhl unterfahrbar, sodass auch mobilitätseingeschränkte Schüler daran arbeiten oder Gemüse ernten können.

„Viele Kinder kennen Lebensmittel oft nur als Fertigprodukte“, sagte der Sozialdezernent der Region Hannover, Erwin Jordan. „Es geht darum, Kindern zu zeigen, wie man Gemüse anbaut“, sagt er. „Die Kinder sollen mitverfolgen können, wie etwas wächst und entsteht“, meint er. Das Schulgartenprojekt biete die Chance, einen anderen Umgang mit Lebensmitteln kennenzulernen und darüber vielleicht auch Essgewohnheiten zu verändern. „Es geht nicht darum, wie viele Möhren geerntet werden können“, meint Jordan. Es gehe darum, die Möhre selbst zu entdecken.

Schulleiterin Beatrix Albrecht ist ganz begeistert von dem Projekt. Sie erhofft sich auch, dass die Kinder einen anderen Bezug zur Natur zu bekommen. Die ersten Pflanzen auf dem Schulgelände hätten die Kinder noch ausgerissen, um damit zu spielen, berichtet sie. Das werde sich hoffentlich ändern. Die Schule hat schon vorgearbeitet. Denn auf dem Gelände stehen bereits Bäume mit alten Obstsorten. „Damit die Kinder lernen, dass es noch andere Äpfel gibt, als die aus dem Supermarkt“, sagt Albrecht.

An dem Projekt ist noch die Grundschule Kastanienhof beteiligt. Transition Town und die Region suchen jetzt noch weitere Schulen, die mitmachen.  Für die Schüler hatte Hobbygärtner Jordan noch einen Tipp: „Ich würde noch Drahtgitter unter die Kästen machen, dann können die Wühlmäuse nicht dran“, sagte er.

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