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Ricklingen

Alte Brücke über die Beeke wird im Sommer abgerissen


Die Beeke-Brücke, über die die Straße An der Bauerwiese verläuft, soll im Sommer abgerissen und als Stahl-Beton-Konstruktion neu aufgebaut werden.
Der Überweg An der Bauerwiese über die Beeke in
Ricklingen soll im Sommer abgerissen werden.

Der Überweg An der Bauerwiese über die Beeke in
Ricklingen soll im Sommer abgerissen werden.

© Marcel Schwarzenberger

Die alte Beeke-Brücke nahe dem Südschnellweg in Ricklingen stammt aus dem Jahr 1926 und ist marode. Rund 250.000 Euro soll das Vorhaben kosten. Einen genauen Bautermin nannte Stadtsprecher Dennis Dix auf Nachfrage nicht. „Es ist für den Zeitraum von Ende Juli bis Ende September vorgesehen“, kündigte er an. Derzeit liefen noch die Planungsarbeiten.

Vor allem die Unterseite der Brücke sei in keinem guten Zustand, erläuterte Dix. „Das beeinträchtigt die Tragfähigkeit.“ Außer Fußgängern und Radfahrern nutzen auch Autofahrer die Brücke, die mehrere Gartenkolonien mit dem Ricklinger Dorfkern verbindet. Einige Bäume am Ufer der Beeke, wie die Ihme in Ricklingen heißt, hat die Stadt bereits fällen lassen, um Platz für Baugeräte zu schaffen. Während der Bauarbeiten soll zudem ein Provisorium den Spaziergängern und Radfahrern das Überqueren der Ihme ermöglichen. Für Kraftfahrer, die ihre Kleingärten erreichen wollen, richtet die Stadt eine Umleitung über Hemmingen ein.

Mit dem Brückenbau bereitet die Stadt zugleich ein weiteres Projekt vor. Voraussichtlich 2011 will sie südlich des Schnellwegs zusätzlichen sogenannten Retentionsraum für Hochwasser schaffen. Vorgesehen dafür ist eine Wiese neben den Ricklinger Kiesteichen. Dort lässt die Stadt eine etwa 90 mal 30 Meter große Mulde ausheben, die bis zu einem halben Meter tief sein wird. „Das ist eine Ausgleichsmaßnahme für den Umbau im Ricklinger Bad“, sagte Dix. Wie berichtet, musste die Stadt 2008 das im Hochwassergebiet der Ihme liegende Schwimmerbecken im Freibad wegen eines Lecks sanieren. Um gut einen Meter wurde das Becken dafür angehoben. „Dafür müssen wir das Überschwemmungsgebiet an einer anderen Stelle eben etwas tiefer legen“, sagte Dix.

Gut 1000 Kubikmeter Erde lässt die Verwaltung aus der geplanten Mulde ausheben. Der Transport erfolgt über die neue Beeke-Brücke. „Die alte hätte den Belastungen kaum standgehalten“, sagte Dix. Das Vorhaben kostet noch einmal rund 35.000 Euro. Der unbelastete Mutterboden ist schon verplant: Die Erde soll später am Lindener Ihmeufer eingearbeitet werden. Im Herbst 2011 will die Stadt kontaminierten Boden im Bereich eines ehemaligen Gaswerks nahe der Leinertbrücke entsorgen. Die Ricklinger Erde soll die abgetragenen Stellen auffüllen.

In der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Ricklingen beklagten sich einige Stadtteilpolitiker darüber, von beiden Bauvorhaben erst über Umwege erfahren zu haben. „Das ist uns nicht vorgestellt worden“, kritisierte CDU-Fraktionschef Albert Koch. Auf der einen Seite werde über die Erweiterung von Bezirksratskompetenzen debattiert, auf der anderen halte die Stadtverwaltung aber solche für den Stadtbezirk wichtigen Informationen zurück. „Das ist ärgerlich“, sagte Koch.

Marcel Schwarzenberger

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