Navigation:
HAZ-Shop AboPlus Online-ServiceCenter
Linden-Mitte

Anwohner im Ihme-Zentrum fürchten Sonderumlagen

Von Juliane Kaune

Die Sorge der Anwohner im Ihme-Zentrum wächst. Fünf Wochen nach dem Ausscheiden von US-Investor Carlyle sind die Außenstände auf dem Konto, mit dem die Betriebskosten des Komplexes finanziert werden, weiter gewachsen.

Die Tiefgarage des Ihme-Zentrums. Sie wurde von der Stadtverwaltung aus feuerschutzrechtlichen Gründen geschlossen.

© Daniel Behrendt

Die Summe habe sich inzwischen auf rund 800.000 Euro summiert, sagt Monika Großmann von der Bürgerinitiative „Linden Ihme-Zentrum“. Sie und die rund 500 anderen Wohnungsbesitzer befürchten, auf den laufenden Kosten für das gesamte Zentrum sitzen zu bleiben, das derzeit unter Zwangsverwaltung steht. „Es gibt kein Signal, wann das Geld überwiesen wird – die Nerven liegen hier langsam blank“, sagt Großmann.

Das Insolvenzverfahren gegen Carlyle ist noch nicht eröffnet worden. Derzeit prüfen die vorläufigen Insolvenzverwalter, ob bei den neun Projektgesellschaften des Ihme-Zentrums genug Vermögen vorhanden ist, um die Gläubiger zu bedienen. Im Laufe dieses Monats solle eine Entscheidung fallen, sagt Insolvenzverwalterin Claudia Jansen. Für den Übergang wurde Anfang März ein sogenannter Institutszwangsverwalter der Landesbank Berlin (LBB) eingesetzt, die Hauptgläubigerin ist. Dieser hat rechtliche Verfügungsgewalt – und wäre damit auch für die Betriebskostenrechnungen zuständig. Die laufenden Einnahmen, auf die der LBB-Verwalter zugreifen könnte, sind vor allem Mietzahlungen von Stadt und Stadtwerken von rund 6,2 Millionen Euro pro Jahr. Offenbar sei das von Carlyle hinterlassene Firmengeflecht so komplex, dass schnelle Entscheidungen verhindert würden, sagt Großmann. Die Wohnungsbesitzer bräuchten aber umgehend Gewissheit, wer die ausstehenden Betriebskosten übernimmt: „Drohende Sonderumlagen könnten sich viele nicht leisten.“

Autos müssen weichen: Die Autos der Anwohner, die nach der Sperrung der Tiefgarage im Rohbau des Erdgeschosses parken, dürfen dort nicht länger abgestellt werden. Aus Sicherheitsgründen sei dieser Zustand nicht mehr zu verantworten, sagt Projektsteuerer Peter Klasen. Zugleich liefen Vorbereitungen, die nach dem Baustopp stillgelegte Tiefgarage wieder zu öffnen. Um diese verkehrssicher zu machen, müssen dem Vernehmen nach jedoch noch etwa 250.000 Euro investiert werden.

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel
  • Viele bieten ihre Whg. zum Verkauf an... Dieter Eckhard Wolf – 03.04.09
    Hallo Herr Stadtverordneter,

    bei einigen Maklern, werden bereits viele der Wohnungen angeboten. Leider sind die Preisvorstellungen oft zu hoch (von Maklern - ihre Provission vor Augen, in die Höhe getrieben?). Vergleicht man mal Angebote aus der Gegend, z. B. am Goetheplatz, 55 m² für 35.000 €, wird klar, dass maximal 1.000 € pro m² drin sind. Dies ist aber immer noch besser, als am Ende auf einer wertlosen Wohnung in einer Bauruine sitzen zu bleiben!

    Dieter Eckhard Wolf
    Kaufmann der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
  • Verkaufen wird aber schwer Jens Böning – 02.04.09
    Verkaufen wäre sicher das Beste. Aber wer will denn eine dieser Wohnungen zum jetzigen Zeitpunkt kaufen? Der zu erzielende Preis dürfte so gering sein, dass sich trotz drohender sonderumlagen ein Verkauf nicht lohnt.
  • Verkauf ist das Beste! Harry Simchen – 02.04.09
    Wer sich Sonderumlagen nicht leisten kann, sollte schleunigst verkaufen! Das erhöht auch die Chance, dass keine Bauruine zurückbleibt!
Anzeige

Quiz

Sätze, die Geschichte machten

Es gibt einige Sätze die in die Geschichte eingegangen sind. Doch wer hat sie gesagt? Testen Sie Ihr Wissen in.

Kennen Sie Hannover?

Aus der Luft sehen sonst bekannte Gebiete manchmal ganz anders aus. Erkennen Sie Hannover von oben?

Kennen Sie alle Minister Niedersachsens?

Neun Landesminister zählt das Kabinett von Ministerpräsident David McAllister. Kennen Sie alle neun und ihre jeweiligen Berei...

Rund um Hannover



Top