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West Ausbau der Heisterbergschule gestoppt
Hannover Aus den Stadtteilen West Ausbau der Heisterbergschule gestoppt
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11:55 19.08.2010
Von Susanna Bauch
Die Erweiterung des Gebäudes an der Tegtmeyerstraße wird neu überdacht. Quelle: Schwarzenberger
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Der Ausbau des Schulgebäudes an der Tegtmeyerallee rückt in unbestimmte Ferne: Die Stadtverwaltung hat das Vergabeverfahren für die Arbeiten am Montag gestoppt. Die Stadt befürchtet, dass der Schulstandort zu überdimensioniert wird. Denn die Heisterbergschule, die nach bisherigen Plänen 2011 vom Schulzentrum an der Petit-Couronne-Straße zur Tegtmeyerallee umziehen soll, hat immer weniger Schüler. Das zweite Jahr in Folge konnte die kombinierte Haupt- und Realschule (HRS) keine neue Hauptschulklasse bilden.

Vor einigen Wochen schon ließ die Stadt ein Bauschild an der ehemaligen Orientierungsstufe Ahlem aufstellen; im August hätten die Umbauarbeiten beginnen sollen. Der Standort, der zuletzt als Außenstelle der Realschule diente, war vor über einem Jahr geräumt worden. Er sollte nach gut zwölf Monaten Bauzeit das neue Domizil der Heisterbergschule werden. Kosten: rund 3,6 Millionen Euro. Das alte Schulzentrum an der Petit-Couronne-Straße will die Stadt hingegen verkaufen und erhofft sich davon Erlöse in Höhe von acht Millionen Euro. Der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt, die Schulleitung, Eltern und etliche Ahlemer Institutionen hatten sich gegen die Umzugspläne gewehrt und wollten lieber das alte Schulzentrum erhalten und sanieren. Vor allem schnekten die Lokalpolitiker den städtischen Kalkulationen wenig Glauben.

Der jetzt verhängte Baustopp bedeutet indes wenig Wasser auf den Mühlen der Umzugsgegner. Denn eines ihrer Argumente, wonach womöglich Turnhalle und Außenfläche für die HRS nicht ausreichend Platz biete, verliert mit der neuen Entwicklung an Gewicht. Die Umbaupläne sahen eine dreizügige HRS mit 18 Klassen und insgesamt rund 540 Schülern vor. Derzeit besuchen etwas mehr als 330 Schüler die Heisterbergschule. Im vergangenen Schuljahr nahm die HRS noch 39 neue Schüler auf; in diesem kamen nur 40 neue Fünftklässler hinzu. „Das waren jeweils zwei neue Realschulklassen“, rechnete Stadtsprecherin Susanne Stroppe vor.

Neue Hauptschulklassen gab es dagegen seit zwei Jahren nicht mehr. Der stadtweite Trend, die Hauptschulen zu meiden, schlägt sich auch in Ahlem nieder. Eine Entwicklung, die Bezirksbürgermeister Wilfried Gunkel kaum überrascht. Die IGS werde immer häufiger angewählt; mit den Integrierten Gesamtschulen in Badenstedt und Vahrenwald gebe es jetzt zwei neue Angebote. „Allein bei der IGS Badenstedt gab es 142 Anmeldungen“, sagte Gunkel. Unter dem Erfolg der IGS habe denn auch vermutlich die HRS zu leiden. Der Baustopp sei deshalb vernünftig, sagte Gunkel.

Die Stadt kündigte an, die neuen Schülerzahlen – die Statistik liegt Ende September vor – genau zu prüfen. Dann soll mit Bezirksrat und Ratsgremien beraten werden. „Wir werden dann wohl kaum noch den Ausbau zu einer dreizügigen Schule fordern können“, sagte Gunkel. Er vermute, dass der Umbau in einer abgespeckten Version anlaufen werde. Die Stadt selbst wollte sich noch zu keiner möglichen Option äußern. „Wir werden uns die Umbaupläne ganz genau anschauen und rechnen mit einer zweizügigen Schule“, sagte Gunkel. Auf einige der zusätzlichen Räume, wie sie ursprünglich vorgesehen waren, könne womöglich verzichtet werden. „Aber nicht auf elementare Dinge wie energetische Sanierungen.“

Marcel Schwarzenberger

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