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Ausstellung präsentiert Mütter und Töchter im Dialog

Fotografie Ausstellung präsentiert Mütter und Töchter im Dialog

In ihren Fotos hat Almut Luiken aus Hannover besondere Szenen aus dem speziellen Verhältnis von Müttern und Töchtern festgehalten. Im Atelier der Fotografin in Linden-Nord sind die Bilder bis Ende September zu sehen.

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Fotografin Almut Luiken bereitet die Ausstellung in Linden-Nord vor.

Quelle: Schmidt

Linden-Nord. „Wenn ich so alt bin wie du ...“ und „Als ich so alt war wie du ...“. Diese beiden Sätze und die Menschen, die dazu gehören, prägen die Fotoausstellung „Töchter & Mütter“. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Mädchenhauses Hannover hat die Fotografin Almut Luiken Töchter und deren Mütter aufgenommen und wesentliche Züge dieser sehr unterschiedlichen Beziehungen eingefangen. Die Ausstellung war anlässlich des Mädchenhaus-Geburtstages schon im Bürgersaal des Rathauses zu sehen. Nun zeigt Almut Luiken ihre 39 Töchter-Mütter-Bilder noch einmal in ihrem Atelier in der Elisenstraße 4.

Die Fotos erzählen Geschichten, denn in den Szenen spiegelt sich ein jahrelanges Miteinander. Von einer Mutter, die mit ihren Töchtern die Hula-Hoop-Reifen kreisen lässt, oder einer Mutter, die ihrer kleinen Tochter spielerisch in die Finger beißt, bis hin zu vielen Porträts, die Töchter und Mütter gemeinsam zeigen.

Alle abgebildeten Töchter und Mütter haben in irgendeiner Form Kontakt mit dem Mädchenhaus gehabt und sich daher für die Fotos zur Verfügung gestellt. Ursprünglich hatte Almut Luiken die Aufnahmen in den Wohnungen ihrer „Modelle“ machen wollen. „Doch da wäre viel zu viel von der Umgebung zu sehen gewesen und nicht das Dazwischen“, erläutert die gebürtige Friesin aus Jever, die seit 20 Jahren in Hannover und seit einiger Zeit in Linden lebt.

Also entschied sie sich, die Fotos vor einer weißen Leinwand aufzunehmen. „Viele sind mit einer Hemmschwelle reingekommen“, erzählt Luiken. „Ich habe versucht, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie loslassen können.“ Ganz wichtig für das Gelingen sei auch gewesen, dass die Mütter und Töchter die ausgestellten Fotos selbst aussuchen konnten, die auch in einem Fotoband zu sehen sind. „So haben sie nicht das Gefühl gehabt: Da macht hinterher jemand etwas mit meinem Konterfei“, sagt Luiken. Dieses Wissen habe eine Art Experimentierfreudigkeit bei der Inszenierung der Beziehungen geweckt.

Passend zu den Fotografien sind die Sätze „Wenn ich so alt bin wie du ...“ und „Als ich so alt war wie du ...“ vervollständigt worden. Es macht Spaß, das zu lesen und die Zwischentöne zu entdecken. Dieses Vergnügen wird durch eine Hörstation intensiviert. Wer mag, kann den Töchter-Mütter-Beziehungen mithilfe der Originalaufnahmen noch einmal hinterherspüren.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 28. August, von 15 bis 19 Uhr eröffnet. Es spielt der Musiker Wolfgang Herbst. Die Finissage ist am Sonntag, 25. September, von 15 bis 19 Uhr. Dann liest der Autor Hartmut El Kurdi. Dazwischen ist die Ausstellung mittwochs bis sonntags von 15 bis 19 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Karin Vera Schmidt

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