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West Anwohner protestieren gegen Straßensanierung
Hannover Aus den Stadtteilen West Anwohner protestieren gegen Straßensanierung
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04:04 05.03.2018
Die Anwohner haben sich in der Interessengemeinschaft Kolpingstraße organisiert und etliche Transparente aufgehängt. Quelle: Foto: Behrens
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Badenstedt/Ahlem

 Seit der Auflegung des Programms Grunderneuerung im Bestand, zieht das Tiefbauamt regelmäßig den Zorn der betroffenen Anlieger auf sich. Auch in Ahlem, Badenstedt und Davenstedt, sollten Straßen erneuert werden. Das mit Abstand teuerste Projekt, ist die Kolpingstraße, für die im Demzeber vergangenen Jahres ein Budget von 560.000 Euro veranschlagt wurden. 

„Unsere Sackgasse muss nicht vergoldet werden“, sagt Karin Wallat, Anwohnerin und Sprecherin der Interessengemeinschaft Kolpingstraße. Die rund 25 Parteien der vergleichsweise kurzen Straße, die in einen Wendehammer mündet, sind verärgert über die aus ihrer Sicht ungerechtfertigte Sanieurng. „Sie kann an vielen Stellen beleiben, wie sie ist“, sagt Wallat und blickt sich in der Straße um. Im vorderen Bereich sind deutliche Spurrillen zu erkennen, an zwei Stellen ist die Fahrbahn mit Asphalt geflickt. Manche der Pflastersteine sind gebrochen oder abgenutzt. In einer Kurve, hat ein Baum mit seinen Wurzeln das Pflaster und den Gully hochgedrückt, Wasser läuft nur schlecht ab. Ja, marode Stellen gibt es in der Kolpingstraße. Aber eine Grundsanierung? „Das ist Geld zum Fenster rauswerfen“, ärgert sich Karin Wallat.

Kolingstraße als Haupterschließungstraße

 Je nach Straßenkategorie, werden Anlieger mit zwischen 25 und 75 Prozent Selbstbeteiligung zur Kasse gebeten. Für Innerortsstraßen, so wurde die Kolpingstraße eingestuft, werden zwischen 40 und 70 Prozent Selbstbeteiligung fällig. Eine Haupterschließungsstraße soll die Kolpingstraße sein, wie das Tiefbauamt schreibt. „Das wird zur Rennstrecke für Paket- und Pflegedienste“, ärgert sich Helmut Wein. Im hinteren Teil der Straße, wären ohnehin nur Anlieger unterwegs. „Wir haben das Gefühl, der Herr Oberbürgermeister will sich einen guten Namen machen“, ärgert sich der pensionierte Architekt. Den Fachmann ärgern einige Ungereimtheiten im Konzept. „Die beiden abzweigenden Straßen werden nicht gemacht, die haben die selbe Qualität.“ 

Die Anwohner der Kolpingstraße protestieren mit Spruchbändern gegen die Sanierung ihrer Straße. 

Im Bezirksrat war die Sanierung schon öfter Thema. In der letzten Sitzung des vergangenen Jahres war der Andrang so groß, dass der Sitzungsaal zu klein wurde. Grund genug, die erste Sitzung des neuen Jahres in die Pausenhalle der Grundschule Ahlem zu verlegen. Mit Transparenten und Handzetteln, demonstrierten die verärgerten Anlieger vor der Sitzung. „Wann folgt die Stadt Hannover den Kommunen, wo die Straßenausbausatzung abgeschafft wurde“, fragte Wein. „Wann findet endlich ein offizielle Begehung unter Beteilligung der Anwohner statt“, fragt ein Anwohner. 

Einen ersten Erfolg kann sich die Interessengemeinschaft Kolpingstraße auf die Fahne schreiben: Am Donnerstag, 1. März, ist eine Begehung in der mit Transparenten an den Gartenzäunen versehnen Kolpingstraße geplant.

Von Benjamin Behrens

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