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West 300 Kinder und Eltern tanzen im Chéz Heinz 
Hannover Aus den Stadtteilen West 300 Kinder und Eltern tanzen im Chéz Heinz 
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14:15 23.02.2018
Zu Bibi und Tina oder Cro tanzen die Kids in der Kinderdisco und zwischendurch stärken sie sich mit Waffeln oder am Schokoladen-Fondue. Quelle: Katrin Kutter
Limmer

 

Der Bass dröhnt, die Menge tobt, und in der Discoszenerie leuchten bunte Knicklichter. Es ist Sonntagnachmittag, und im Musikclub Béi Chéz Heinz liegen ausnahmsweise Bonbonpapierchen auf den Tischen, Bierflaschen sucht man an diesem Tag vergeblich. In dem Kultclub im Fössebad, wo sonst Studenten und Partyerprobte zu Hause sind, tanzen rund 300 Kinder mit ihren Eltern bei der ersten Kinder-Disco des Chéz Heinz

Familien auf der Tanzfläche

Als Reaktion darauf, dass viele Stammgäste mittlerweile ausbleiben, weil sie Kinder bekommen haben, haben die Veranstalter die Kinder nun kurzerhand mit ins Boot geholt. Die Idee kam Mitarbeiter Karl Zorn, der auch die Organisation übernommen hat: „Wir probieren immer wieder neue Partykonzepte aus – wie etwa Bier-Yoga und Asi-Partys. Warum also nicht auch etwas für Kinder?“

Das Konzept scheint aufzugehen – bereits nach zwei Wochen war die Veranstaltung ausverkauft. „Wir haben auch gleich Karten gekauft, weil wir selber oft hier sind“, sagt Mutter Ines Schauer. „Es ist total super, dass die Kinder jetzt auch mal feiern dürfen.“ So sieht es auch ihre sechsjährige Tochter Jette. Besonders das Tanzen mit Mama macht ihr große Freude. Die Neunjährige Lilli freut sich, dass sie endlich einmal wie die Großen feiern darf. „Es fühlt sich an, wie man sich so eine Party vorstellt“, sagt sie begeistert. 

Schwarzlicht-Schminken ist der Hit

Teilweise hat es den Anschein, dass die Eltern fast mehr Spaß haben als ihre Kinder. Aber auch die Neulinge toben ausgelassen auf der Tanzfläche umher, hüpfen durchs Bällebad und lassen sich beim Schwarzlicht-Schminken das Gesicht anmalen. Die Eltern dürfen währenddessen geduldig in der Schlange für die Waffeln anstehen. Das Angebot auf der Bartafel gilt heute nicht – dafür gibt es für einen Euro einen Becher Apfelschorle. „Die mussten wir erst mal ins Sortiment aufnehmen“, berichtet Zorn.

Im Schummerlicht tanzen die Kinder, die größtenteils zwischen zwei und zehn Jahre alt sind, ausgelassen zu Disney-Songs, den Charts und klassischen Kinderliedern. „Die Vorbereitung der Musik hat mich schon einige Zeit gekostet“, sagt Zorn, der als DJ Atze-Ton auch dafür zuständig ist. Das Wichtigste sei, dass die Musik um einiges leiser gespielt wird als bei normalen Veranstaltungen. „Wobei die Kinder selbst extrem laut sind – das hätte ich gar nicht erwartet.“ 

Pünktlich ist der Spaß vorbei

Alles in allem laufe die Planung einer Kinderveranstaltung ähnlich wie bei einer Party für Erwachsene ab, sagt Veranstalter Zorn. „Man muss aber viel mehr Personal einplanen, und generell haben wir mehr auf die Sicherheit geachtet“, ergänzt er.

Eins machen die Neulinge und ihre Eltern dann aber doch anders als die üblichen Partygäste. „Wir sind es gar nicht gewohnt, dass alle so pünktlich kommen und gehen“, sagt Zorn lachend. Nach dem bunten und lauten Nachmittag stehen die Chancen jedenfalls nicht schlecht, dass der Club die Kinder-Disco künftig regelmäßig veranstalten wird.

Von Johanna Kruse

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