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Mitte

Bezirksrat prüft Pläne für Klagesmarkt


In der kommenden Sitzung befasst sich der Bezirksrat Mitte erstmals mit dem neuen Bebauungsplan für den Klagesmarkt. Die Stadt hat ein detailliertes Konzept erarbeitet, nach dem auf der bislang als Parkplatz genutzten Fläche künftig Wohngebäude stehen sollen.
Nach den Plänen der Stadt soll der Klagesmarkt Wohngebäude erhalten.

Nach den Plänen der Stadt soll der Klagesmarkt Wohngebäude erhalten.

© Thomas

Mitte. Die Umgestaltung des Klagesmarktes mit Wohngebäuden rückt näher. Auf der Grundlage des Stadtdialogs City 2020 hat das Baudezernat jetzt Details für die Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans erarbeitet, mit denen sich der Bezirksrat Mitte als erstes Gremium in seiner Sitzung am kommenden Montag befassen wird.

Derzeit wird der Umbau des Otto-Brenner-Kreisels zwischen Goseriede und Klagesmarkt zur Kreuzung vorbereitet. Ziel ist, die bisherige Flächenverschwendung zu reduzieren. Der Friedhofspark, die Kapelle, Grünflächen und Wege sollen mehr Platz erhalten – das bedeutet eine Abkehr vom Konzept der überwiegend autofixierten Stadtplanung der Nachkriegszeit. Im zweiten Schritt, den die Stadt jetzt organisiert, soll der bislang als Parkplatz genutzte Klagesmarkt im innenstadtnahen Bereich Wohngebäude erhalten. Der Markt soll weiter in den Platzbereich zur Christuskirche verlagert werden.

Inzwischen scheint festzustehen, dass der 85 Meter lange Weltkriegsbunker im Boden entfernt werden muss – das teure Projekt dürfte die Einnahmen der Stadt aus dem Grundstückserlös deutlich schmälern. Offenbar verabschiedet die Stadt sich allmählich auch von dem Plan, am Südostende des Platzes ein Hochhausgebäude als Pendant zum DGB-Hochhaus zu schaffen. Zwar ist in den Plänen jetzt noch von einem „Kopfbau zur Adressbildung“ die Rede, eingeplant sind aktuell aber nur sieben Geschosse.

In der Sitzung am Montag wird es um weitere Themen gehen:

  • Kröpcke-Center: Die Stadt passt die Planung den neuen Bedingungen an, da das Center jetzt ohne Turm gebaut wird.
  • Raschplatz-Durchgang: Die Stadt kündigt Pläne zur Umgestaltung des Nord-West-Ausgangs im Hauptbahnhof an.
  • Skulptur: Wegen der derzeit demontierten Skulptur „Die große Begehbare“ am Glockseeufer will die CDU wissen, ob es andere mögliche Standorte zur Wiederinstallation gibt.
  • Wartehäuser: Die FDP-Vertreter wollen wissen, ob es bei der Üstra eine Prioritätenliste zur Installation von mehr Buswartehäuschen gibt.

Die Sitzung beginnt um 18.30 Uhr im Rathaus am Trammplatz 2.

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