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Bürgergarten in Limmer muss umziehen

Initiative „Transition Town Hannover“ Bürgergarten in Limmer muss umziehen

Die Initiative „Transition Town Hannover“ darf nicht mehr auf dem Gelände der Wasserstadt Limmer bleiben. Der offene Bürgergarten zieht auf ein nahegelegenes Grundstück der HRG um. Die Intiative will die mobilen Gärten bald auch in anderen Stadtteilen entstehen lassen.

Limmer. Die Initiative „Transition Town Hannover“ (TTH) muss mit ihrem offenen Bürgergarten den Conti-Parkplatz in Limmer verlassen. Der Eigentümer, die Günter Papenburg AG, hat der Initiative gekündigt. „Das Projekt ist ja von uns geduldet gewesen und sollte in kleinem Rahmen laufen“, sagte Firmenchef Günter Papenburg dem Stadt-Anzeiger. Die TTH indes will das Projekt „Küchengarten Limmer“ erweitern, um neue Pflanztechniken auszuprobieren und weitere Mitstreiter zu gewinnen. Einen neuen Platz dafür hat die Initiative bereits gefunden: Sie zieht mit den mobilen Gärten auf ein wenige Meter entferntes Grundstück der Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) um.

„Wir brauchen den Parkplatz für unser Unternehmen“, sagte Papenburg, wollte aber kein konkretes Bauprojekt nennen. Der Parkplatz des einstigen Conti-Werks gehört zu der Industriebrache, auf der in vier Bauabschnitten Wohnhäuser errichtet werden sollen. Noch läuft die Planung für das erste Baugebiet im Osten des Geländes. Bis der Parkplatz bebaut wird, können noch etliche Jahre vergehen. Deshalb hatte Papenburg der Initiative zunächst einen gewissen Spielraum eingeräumt.

Die TTH war 2010 von Menschen gegründet worden, die sich auf eine Zukunft ohne Erdöl einstellen. Freiwillige rissen damals auf dem Parkplatz den Asphalt auf, um zu zeigen, wie viel Energie in einem Barrel Öl steckt. Daraus entwickelte sich die Idee, einen Bürgergarten anzulegen. Rund 40 Helfer kümmern sich seither um den Küchengarten. Wegen möglicher Altlasten im Boden setzte die Gruppe sämtliche Pflanzen in mit Erde gefüllte Jutesäcke und stellte sie auf Dutzende Paletten. Womöglich seien die Erweiterungspläne der Grund für die Kündigung, sagt TTH-Sprecher Thomas Köhler.

Von November an sollen 15 sogenannte Bürgerarbeiter, die über das Jobcenter der Region vermittelt werden, das Projekt unterstützen. In Limmer sollen sie ihre Aufgaben lernen und später in kleinen Teams weitere Bürgergärten in anderen Stadtteilen betreuen. „Wir wollen Landwirtschaft mitten in der Stadt ausprobieren“, sagt Köhler. Dafür sollen Ortsgruppen gebildet und Standorte gesucht werden. Basis sollen über längere Zeit die Küchengarten in Limmer bleiben.

Die HRG will die Initiative dort gärtnern lassen, solange sie diese noch nicht braucht, wie HRG-Geschäftsführer Thomas Heinemann sagt. Das Unternehmen will dort in ein oder zwei Jahren einen Supermarkt bauen. Am Sonnabend, 10. September, zieht der Bürgergarten zunächst einmal um. Freiwillige können ab 10 Uhr mithelfen. Am Sonntag wird der neue Standort mit einer Feier ab 17 Uhr offiziell eröffnet.

Marcel Schwarzenberger

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