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West Experimente im Museum für Energiegeschichte
Hannover Aus den Stadtteilen West Experimente im Museum für Energiegeschichte
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10:00 10.11.2018
Rainer Künnecke im Museum für Energiegeschichte(n). Quelle: Foto: Lisa Neugebauer
Calenberger Neustadt

Gebannt starren alle auf die Haare von Emma. Sie hat ihren Zeigefinger auf eine kleine, goldene Kugel gelegt, die zu einer altertümlich aussehenden Kurbelmaschine gehört. Rainer Künnecke, verkleidet als Wissenschaftler aus dem 19.  Jahrhundert, dreht einen Glaszylinder – und plötzlich kommen kleine Aufschreie aus den Reihen der Zuschauer. Emmas Haare bewegen sich langsam nach oben, bis sie ihr sprichtwörtlich zu Berge stehen, und sie aussieht, als hätte sie in die Steckdose gefasst.

Mit Elektrizität habe dieses Phänomen tatsächlich zu tun, erklärt Künnecke den Zuschauern nach der Vorführung im Museum für Energiegeschichte(n) an der Humboldtstraße. „Das ist keine Magie, sondern Physik“, sagt er. An dem Vorführungsabend geht es um die Anfänge der Elektrizität. Wie um das Jahr 1800 auf den Marktplätzen sogenannte Elektrisierer, führt auch Künnecke Experimente vor, die die Zuschauer erstaunen sollen.

Experimente im Museum für Energiegeschichte(n) Quelle: Lisa Neugebauer

Mehr als 40 große und kleine Besucher sind an diesem Abend dabei, der im Rahmen des Novembers der Wissenschaften stattfindet. „Für uns ist es selbstverständlich, dass es Strom gibt. Da ist es spannend etwas von den Anfängen zu hören“, sagt eine Frau aus List, die mit ihrem Sohn zuschaut. Ein Vater aus der Südstadt, der ebenfalls mit seinem Sohn gekommen ist, sagt: „Hier haben die Kinder etwas zum Anfassen und nicht nur das Smartphone vor der Nase.“

Die Experimente sind ausdrücklich zum Mitmachen gedacht. „Zwar kann man Elektrizität nicht sehen, aber nachweisen“, erklärt Künnecke. Und so lässt er Papierschnipsel wie von Geisterhand springen, entzündet Flammen und bringt Küsse zum Knistern. Die Erklärungen verpackt Künnecke, den manche Leibniz-Darsteller von allerlei Anlässen kennen dürften, aber leider manchmal nicht kindgerecht. Da fällt der Satz des Thales und der Name Otto von Guericke – damit können die Kinder in der Regel nichts anfangen.

Aber witzig finden viele den Schauspieler. „Ich habe ein bisschen Angst“, sagt etwa ein kleiner Besucher, bevor er an die Experimentiermaschine fasst. Und Künnecke erwidert schlagfertig: „Ja, das ist nicht unberechtigt. Es sind ja noch die Anfänge der Elektrizität.“ Die Kinder lachen, denn sie wissen: Bei diesen Experimenten kann nicht wirklich etwas passieren.

Von Lisa Neugebauer

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