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Kritik auf ganzer (D-)Linie

CDU will Planungsstopp Kritik auf ganzer (D-)Linie

Für viele ist die D-Linie ein Reizwort. Doch nicht nur der Verlauf der Strecke in der City ist umstritten, auch in den westlichen Stadtteilen häuft sich die Kritik. Die Regions-CDU hat jetzt einen Planungsstopp gefordert – wegen der Wasserstadt Limmer.

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Der Verlauf der D-Linie ist umstritten. Am Küchengarten stellt sich auch die Frage nach dem Hochbahnsteig.

Quelle: Archiv

Hannover. Bereits die ersten Schritte zu einem barrierefreien Ausbau der Stadtbahnlinie 10 stoßen auf Kritik aus vielen Richtungen. Die neueste Forderung: Die CDU verlangt einen sofortigen Planungsstopp wegen der jüngsten Entwicklungen zur Wasserstadt Limmer.

Hintergrund sind Forderungen der SPD, die Wasserstadt, in der Wohnungen für rund 5000 Menschen entstehen sollen, ans Stadtbahnnetz anzuschließen. „Die Anbindung wird nur über die Linie 10 erfolgen können. Die derzeitige Planung der Region Hannover zur D-Linie mit dem Neubau einer Wendeanlage am Raschplatz schließt allerdings die Möglichkeit der Anbindung nahezu aus“, sagt der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Region Hannover, Eberhard Wicke. Die Alternative liege auf der Hand: eine so genannte „Tunnellösung“, wie sie schon lange von der CDU gefordert werde, sagt Wicke.

Bereits in den vergangenen Wochen standen die ersten Arbeitsschritte an der D-Linie im Mittelpunkt vielfältiger Kritik. Im Sommer will die Infra als erste Baumaßnahme des D-Linienausbaus die Gleise zwischen Herschelstraße und Nordmannpassage in der City erneuern. Dafür soll es allerdings kein Planfeststellungsverfahren geben. Also wären dagegen auch keine gerichtlichen Klagen möglich. Infra und Region begründen das damit, dass dort die vorhandenen Gleise „nur etwas auseinandergezogen“ würden, damit die breiteren silbernen Züge Platz haben.

Die City-Gemeinschaft rechnet zum Weihnachtsgeschäft mit langen Staus, weil sich Autoströme und Bahnen in der City gegenseitig behindern könnten. Bei der Üstra gibt es ebenfalls deswegen Bedenken. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) kritisierte dieses Vorgehen in einem Schreiben an den Verkehrsdezernenten der Region, Ulf-Birger Franz. Der BdSt-Vorsitzende Bernhard Zentgraf befürchtet, dass vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen. Vor Beginn des Bauvorhabens müssten jedoch alle rechtlichen Fragen geklärt sein. Wenn nicht, berge das Vorgehen der Region „Kostenrisiken“ für die öffentliche Hand.

Der Ausbau der Linie 10 soll beginnend vom Hauptbahnhof an bis zum Küchengarten in fünf Abschnitte aufgeteilt werden. Damit will die Region verhindern, dass Klagen gegen einzelne Hochbahnsteige das komplette Bauvorhaben lahmlegen. Dieses Vorgehen stört auch Lindens Bürgermeister Rainer-Jörg Grube: „So betrachtet würde dann eine mögliche Klage gegen einen Hochbahnsteig in Linden sicher allein schon mit dem Hinweis abgelehnt, dass die umfänglichen Vorarbeiten in der City einen Stopp des Vorhabens gar nicht mehr erlauben.“

Der Bezirksrat Linden-Limmer befürchtet, dass es bis 2020 dauern könnte, bis der barrierefreie Ausbau der D-Linie in Linden-Limmer angekommen ist. Deshalb berät das Gremium in seiner nächsten Sitzung, ob an den Bushaltestellen „Küchengarten“ und „Leinaustraße“ zunächst provisorische Hochborde errichtet werden, auf denen die Rampen der Busse aufliegen könnten – „damit die Behinderung dieses Personenkreises nicht noch Jahre andauert“, schreibt die SPD in einem entsprechenden Antrag. Hintergrund: Ausgerechnet an diesen beiden oft benutzten Haltestellen sind die von Bussen mitgeführten Rampen für Rollstuhlfahrer nicht einsetzbar.

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