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West Das Gebäude der Albert-Schweizer-Schule wird Wohnobjekt
Hannover Aus den Stadtteilen West Das Gebäude der Albert-Schweizer-Schule wird Wohnobjekt
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15:19 28.07.2011
Nach dem Umzug der Schule sollen die ehemaligen Klassenzimmer an der Fröbelstraße zu neuen Wohnungen umgebaut werden. Quelle: Schwarzenberger
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Linden-Nord

Für den Verkauf des rund 100 Jahre alten Gebäudekomplexes bereitet die Stadt derzeit die Ausschreibungsunterlagen vor; im Spätherbst soll das Objekt auf den Markt kommen. Dann können sich Gruppen und Projektentwickler bewerben.

Die Stadt knüpft an den Verkauf jedoch Bedingungen: Die Bauherren müssen nicht nur ein Konzept zur Wohnstruktur und der Gestaltung von Gemeinschaftsflächen entwickeln. Sie müssen auch dafür sorgen, dass es für die Autos der künftigen Bewohner Parkplätze gibt. Denn nicht nur in der Fröbelstraße, auch in den benachbarten Wohnvierteln ist der Parkraum knapp. Eine Gruppe von Anwohnern hatte bereits während eines Workshops des Bürgerbüros Stadtentwicklung zur Neubelebung Lindener Brachen eine Lösung entwickelt. Demnach könnte auf dem großzügig geschnittenen Schulhof ein Parkdeck gebaut werden.

Das Bürgerbüro Stadtentwicklung (BBS) begleitet seit Jahren Bauvorhaben, bei denen sich Bauherren zur einer Gruppe zusammenschließen, um Gebäude gemeinsam umzubauen und dort dann auch zu wohnen. In Linden sind bereits einige solcher Projekte verwirklicht worden. Zuletzt hatte die Stadt im vergangenen Jahr das ehemalige St. Josefstift an der Bennostraße in Linden-Nord an eine Baugemeinschaft verkauft. Auch beim Verkauf des Schulgebäudes in der Fröbelstraße will das Bürgerbüro die Stadt beraten sowie Kaufinteressenten über das Bewerbungsverfahren informieren.

Die Nachfrage von Baugemeinschaften nach geeigneten Gebäuden steige stetig, sagt Bauhistoriker Sid Auffarth vom Bürgerbüro. „Viele Gruppen suchen verzweifelt nach Objekten.“ Außer Neubauten seien vor allem alte Gebäude gefragt, die dann zu mehreren Wohneinheiten umgebaut würden. Das Bürgerbüro war es denn auch, das die Albert-Schweitzer-Schule bei der Stadt ins Gespräch gebracht hatte. „Schulgebäude mit ihren großen Räumen sind ein attraktiver Ort für Baugemeinschaften“, erläutert Auffarth. Klassenzimmer ließen sich in großzügig geschnittene Wohnungen umwandeln, und auch sonst gebe es viel Platz für Gemeinschaftsanlagen. Diese hält Auffarth für besonders wichtig bei einem solchen Projekt. „Der Innenhof kann als Treffpunkt gestaltet werden, es kann gemeinsam genutzte Räume geben – je nach Zusammensetzung der Bauherrengruppe“, schlägt er vor.

Aus Sicht des Bürgerbüros wäre es wünschenswert, wenn Alter und Familienstand der künftigen Bewohner gemischt sind. Wer den Zuschlag erhält, entscheidet abschließend jedoch die Stadtverwaltung. Wann es so weit ist, und auf welche Details die Stadt achten wird, darüber gibt die Verwaltung derzeit noch keine Auskunft. „Erst müssen noch einige Rahmenbedingungen geklärt werden“, sagte Stadtsprecher Klaus Helmer auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers.

Die neuen Räume für die Albert-Schweitzer-Schule werden seit dieser Woche hergerichtet. Die Stadt modernisiert dort die leer stehende Fössefeldschule und investiert dafür rund 3,7 Millionen Euro. Nach Ostern, spätestens aber im Sommer steht der Umzug ins Haus. Die Grundschule bekommt in Limmer mehr Platz; weil sie ab dem kommenden Schuljahr Ganztagsschule wird. In Linden sind dafür nicht genügend Unterrichtsräume vorhanden. Um den Ganztagsbetrieb schon ab dem neuen Schuljahr im August beginnen zu können, will die Stadt vorübergehend Container auf dem Schulhof in Linden-Nord aufstellen.

Marcel Schwarzenberger

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