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West Ein ganzer Stadtteil wird zum Flohmarkt
Hannover Aus den Stadtteilen West Ein ganzer Stadtteil wird zum Flohmarkt
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07:15 17.04.2015
Von Juliane Kaune
Der Hofflohmarkt soll auch das Nachbarschaftsverhältnis stärken. Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Es gibt sie bereits seit mehr als zehn Jahren in München: Hofflohmärkte sind in der bayerischen Metropole ein beliebtes Nachbarschaftsprojekt. Im Sommer kommt die besondere Freiluftveranstaltung nun auch nach Linden. Am 27. Juni werden an möglichst vielen Stellen in Linden-Nord Hausbewohner in ihrem jeweiligen Hof oder Garten Secondhand-Ware verkaufen. Die Idee: Bei einem Bummel durch das Quartier sollen die Flohmarktkunden nicht nur Nettes und Nützliches kaufen können. Es geht auch darum, auf einer Entdeckertour durch das Viertel Menschen kennenzulernen, die man bisher nicht kannte. Haus- und Hofgemeinschaften, die sich beteiligen möchten, können sich bis zum 16. Mai auf der Internetseite www. hofflohmaerkte-hannover.de anmelden. Sollten sich zudem genug Interessierte aus Linden-Mitte oder Linden-Süd melden, können diese auch noch in die Flohmarkttour aufgenommen werden.

Hinter der Aktion stecken der 38-jährige Marketingfachmann René Götz aus München und seine Firma Stadtfavoriten. Sein Ziel ist es, die Hofflohmärkte auch anderorts zu etablieren. Dabei fiel die Wahl schnell auf Hannover. Genauer gesagt, auf Linden-Nord. „Ich habe Freunde in Hannover, die haben gesagt, dass wir unbedingt dorthin gehen müssen“, erklärt der gebürtige Münchener, der zuletzt zur Expo im Jahr 2000 hier war. Die List hat er aber auch noch auf seine Liste gesetzt - der dortige Termin ist der 13. Juni, Anmeldeschluss ist am 2. Mai. Der Vollständigkeit halber sollte erwähnt werden, dass die Münchener Ideengeber Städte wie Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Dortmund ebenfalls als mögliche Flohmarktstandorte bewerten.

Götz betont, dass sich an dem Flohmarkttag nur private Verkäufer beteiligen dürfen. Gewerbliche Anbieter sind nicht zugelassen. Pro Hof oder Garten kostet die Teilnahme 15 Euro - unabhängig davon, wie viele Personen mitmachen. Auch soziale Einrichtungen können sich anmelden. Götz sammelt alle Anmeldungen und veröffentlicht zwei Wochen vor der Veranstaltung im Internet einen Quartiersplan mit den teilnehmenden Hausgemeinschaften. Inhabergeführte Geschäfte, Kulturstätten oder andere Institutionen möchte er als Kommunikator und Werbeträger ebenfalls ins Boot holen. Vorab werden bereits Flyer verteilt, die auf die Flohmärkte hinweisen und zum Beispiel in Geschäften ausliegen.

In München machen inzwischen in mehr als 20 Vierteln rund 250 Hausgemeinschaften regelmäßig bei den Hofflohmärkten mit. Götz hofft, dass sich für die Lindener Premiere möglichst viele Gleichgesinnte bewerben. „Schön wäre es, wenn wir mit bis zu 50 Anmeldungen starten könnten.“ Für die Bewohner des Stadtteils dürfte klar sein: Was in München funktioniert, klappt in Linden erst recht.

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