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Falschinformation zur Schließung der Stadtteilbibliothek

Bezirksbürgermeisterin Knoke widerspricht Falschinformation zur Schließung der Stadtteilbibliothek

Die Bürgermeisterin des Stadtbezirks Linden-Limmer steht in dem Ruf, ruhig und besonnen zu sein. Doch dieses Mal riss Barbara Knoke in der Einwohnerfragestunde des Bezirksrates Linden-Limmer der Geduldsfaden:

LInden-Nord. Als Matthias Wietzer von der „Bürgerinitiative gegen die Schließung der Stadtbibliothek Limmerstraße“ ans Mikrofon trat, um zum wiederholten Mal den Erhalt der Bildungseinrichtung in Linden-Nord zu fordern und dazu einen Stapel weiterer Unterschriftenlisten abzugeben, ließ sie es an deutlichen Worten nicht fehlen. „Sie sammeln Unterschriften auf der Grundlage, dass es sich um eine Büchereischließung handelt. Tatsächlich ist es aber eine Zusammenlegung“, stellte Knoke klar. Immer wenn sie die Unterzeichner im Nachhinein über die wirklichen Pläne aufkläre, antworteten diese „das habe ich gar nicht gewusst.“

Die Bürgerinitiative sammelt Unterschriften, seit Anfang 2008 die Pläne der Stadt für eine Zusammenlegung der Bücherei Limmerstraße mit der Bibliothek am Lindener Markt zu einer großen Bücherei im künftigen Bildungsstandort Rathaus Linden konkret wurden. Dabei konnte die Gruppe offenbar auch zahlreiche Prominente davon zu überzeugen, dass mit einer „Schließung der Stadtbibliothek Limmerstraße“ die Bildung in Linden den Bach herunter geht. Und so finden sich auf den Listen mit rund 30 000 Unterschriften unter anderem die Namen von Christian Wulff (damals noch Niedersächsischer Ministerpräsident), dem Musiker Udo Lindenberg, den Schauspielern Ulrich Tukur und Jasmin Tabatabai, dem Journalisten Eike Christian Hirsch, dem Leiter des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen, Prof. Christian Pfeiffer sowie den Autoren Wladimir Kaminer und Susanne Mischke.

Nach den Plänen der Stadt soll im Rathaus am Lindener Markt 2013 ein moderner Bildungsstandort mit großer, behindertengerechter Bibliothek, einem Selbstlernzentrum der Volkshochschule und einem Bürgeramt eingerichtet werden. Dem 9,5 Millionen Euro teuren Umbau des 110 Jahres alten Gebäudes haben der Bezirksrat und der Rat bereits zugestimmt. Die Stadt will mit dem Projekt nicht nur langfristig Kosten sparen, sondern die im Rathaus untergebrachten Einrichtungen auch eng vernetzen und damit bürgernäher und serviceorientierter als bisher präsentieren. Damit soll der Bildungsstandort auch Familien und Berufstätigen besser zugänglich werden, die aus zeitlichen oder anderen Gründen nur schwer den Weg zu Bildungseinrichtungen finden. Über die konkreten Pläne für den Bildungsstandort Rathaus Linden soll auch eine Broschüre informieren, deren Veröffentlichung die Stadtverwaltung ursprünglich für Mai geplant hatte. Nach Auskunft von Dieter Wuttig, Leiter des Fachbereichs Bildung, muss der Inhalt noch mit Politik und Verwaltung abgestimmt werden, so dass das Heft erst im Herbst erscheinen wird.

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