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Fläche vom Schulzentrum Ahlem soll Wohngebiet werden

Ahlem Fläche vom Schulzentrum Ahlem soll Wohngebiet werden

Die Stadt will das Schulzentrum Ahlem aufgeben. Da Prognosen einen weiteren Bevölkerungszuwachs voraus sagen, ist ein Wohngebiet geplant.

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Das marode Schulzentrum soll für den Bau von Wohnhäusern abgerissen werden. Rechts im Hintergrund entsteht bereits eine Kita.

Quelle: Marcel Schwarzenberger

Ahlem. Die Prognosen der Stadt sagen Hannover einen weiteren Bevölkerungszuwachs voraus. Bei ihrer Suche nach potenziellen Wohngebieten richtet die Verwaltung ihren Blick auch auf Ahlem: Außer den Neubaugebieten „Zum Buchengarten“ und „An der Gartenbauschule“ soll es bald ein drittes, wenn auch in seiner Größe etwas bescheideneres, Baufeld geben. Gut 50 Wohneinheiten will die Stadt auf dem Gelände des Ahlemer Schulzentrums „Heisterbergschule“ an der Petit-Couronne-Straße errichten lassen. Die Haupt- und Realschule soll an die Tegtmeyerallee umziehen. Dort wird seit geraumer Zeit das seit einigen Jahren leer stehende Schulgebäude an der Tegtmeyerallee für rund 3,9 Millionen Euro hergerichtet. Voraussichtlich im Spätsommer wird alles für den Umzug fertig sein. Die stark sanierungsbedürftigen Gebäude des Schulzentrums Ahlem werden abgerissen und das Schulgelände samt Parkplatz in Bauland umgewandelt. Nur die Sporthalle soll stehen bleiben und weiter für den Schul- und Vereinssport genutzt werden.

Zuerst muss der Flächennutzungsplan umgeschrieben werden

Mit dem nur einige hundert Meter von der Petit-Couronne-Straße entfernten, großen Baugebiet für bis zu 240 Häuser und Wohnungen an der Heisterbergallee ist das neue Plangebiet zwar nicht zu vergleichen. Aber die Stadt weist zunehmend auch kleinere Baufelder aus, um den Bedarf an Wohnraum zu decken. Für eine Bebauung des Schulgeländes mit Eigenheimen muss zunächst der Flächennutzungsplan umgeschrieben werden. Erst dann kann das Schulzentrum abgerissen und erste Parzellen können zum Kauf angeboten werden. Das Planverfahren hat jetzt begonnen. Der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt stimmte dem Vorhaben in seiner jüngsten Sitzung zu. Mit zweimonatiger Verspätung: Im Februar hatten die Grünen noch Beratungsbedarf angemeldet und die Verwaltungsvorlage in die Fraktionen gezogen. Unter anderem habe seine Fraktion noch Naturschutzfragen klären wollen, begründete Fraktionschef René Rosenzweig diesen Schritt. „Das geplante Wohngebiet liegt sehr nahe an der Waldgrenze vom Ahlemer Holz.“ Zwischen Häusern und Wald solle deshalb mehr Platz eingeplant werden.

Bezirksrat werde noch über Entwicklung des Wohngebiets beraten

Die Grünen kritisierten auch, dass lediglich Einfamilienhäuser vorgesehen sind. Mit diesem Konzept will die Stadt die schon bestehende Siedlungsstruktur in der Nachbarschaft fortsetzen. Vermutlich lasse sich so nah an der Stadtgrenze kaum Geschosswohnungsbau mit Mietwohnungen durchsetzen, räumte Rosenzweig ein. „Aber warum nicht auch über ein Mehrgenerationenhaus nachdenken?“ Allerdings habe das Verfahren eben erst begonnen, sagte er mit Blick darauf, dass in dieser Hinsicht noch nichts beschlossen ist. Der Bezirksrat werde noch mehrfach über die Entwicklung des Wohngebiets beraten.

Einen ersten Neubau gibt es bereits an der angrenzenden Straße Am Ahlemer Holz: Seit Sommer 2012 wächst dort eine von acht neuen Passivhaus-Kindertagesstätten, die die Stadt in Hannover errichten lässt. Noch in diesem Jahr soll die Kita mit drei Krippen- und zwei Kita-Gruppen eröffnen.

Marcel Schwarzenberger

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