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West Hannover 96 zieht nach Linden-Süd
Hannover Aus den Stadtteilen West Hannover 96 zieht nach Linden-Süd
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13:05 23.01.2014
Von Rüdiger Meise
Das Sportzentrum entsteht auf einer stadteigenen Fläche westlich der Stammestraße. Genutzt wird sie derzeit als Parkplatz. Quelle: HAZ
Linden-Süd

Die Verhandlungen über das geplante Breitensportzentrum von Fußball-Bundesligist Hannover 96 an der Stammestraße kommen in die Endphase: Die Verträge seien zum großen Teil bereits unterschriftsreif, in Einzelfragen verhandele der Verein noch mit der Stadt, sagt 96-Präsident Martin Kind.

Das Sportzentrum entsteht auf einer stadteigenen Fläche westlich der Stammestraße. Genutzt wird sie derzeit als Parkplatz, außerdem hat der Lindener Verein LSV Alexandria dort einen Asche-Fußballplatz gepachtet. Ein Teil der Fläche liegt brach. Der LSV tritt den Platz an 96 ab. Im Gegenzug bekommt der Lindener Verein eine niedrige fünfstellige Summe und die Zusicherung, künftig Trainingsplätze von 96 mitnutzen zu dürfen. „Wir haben den Ascheplatz sowieso nicht häufig genutzt“, sagt LSV-Vorsitzender Paul-Reiner Linke.

Offene Fragen gibt es noch in den Verhandlungen von Hannover 96 und der Stadtverwaltung. Der Verein möchte zwei öffentliche Parkplätze in den Komplex integrieren. Am nördlichen Ende der Stadionbrücke liegt ein Park & Ride-Platz mit rund 300 Stellplätzen, im Südwesten des Geländes eine kleinere Parkfläche, die von der Ritter-Brüning-Straße aus erreichbar ist. Ob diese Fläche als allgemeiner Parkplatz zugänglich bleibt, ist noch unklar.

Die Stadt erwartet wenig Probleme, wenn sie die Parkfläche im Norden abschafft - zumal das Areal im Bebauungsplan ohnehin nicht als Parkplatz vorgesehen sei, sondern derzeit nur als ein solcher genutzt werde, teilt Stadtsprecher Udo Möller mit. „Der gesamte Bereich verändert nun sein Gesicht, auch durch die Neubebauung durch das Siloah.“

Kernstück des künftigen 96-Sportzentrums ist ein Gebäudekomplex, der eine Ballsporthalle mit Kraftstudio, die 96-Geschäftsstelle und eine Gastronomie beherbergen soll. Die überdachten Sportflächen sollen so groß dimensioniert sein, dass sie der wachsenden Breitensportsparte des Vereins gerecht werden. „Allein der Bereich ,Fit & Kids‘ fasst derzeit mehr als tausend Mitglieder“, sagt Martin Kind. In der Ballsporthalle sollen zahlreiche Sportarten möglich sein - an eine Tennishalle denkt 96 aber derzeit nicht. Kind wünscht sich, dass die Leichtathletikabteilung die vorhandene Infrastruktur des Landessportbundes und des Stadtsportbundes auf der anderen Seite der Ihme nutzen kann. „Das macht Sinn und würde sich an diesem Standort anbieten“, sagt er. Derzeit werde darüber verhandelt.

Das Konzept für die Gastronomie ist noch offen - Kind kann sich aber eine populäre Gaststätte vorstellen, die auch als Sportbar funktionieren könnte. „Das kommt auf die Kreativität des künftigen Pächters an.“ Er könne sich aber denken, dass sich an diesem Standort eine durchgängige Öffnung durchaus rentiere. Damit könnten sich die Befürchtungen des benachbarten EC Elite bestätigen: Bereits als erste Pläne für das 96-Sportzentrum veröffentlicht wurden, befürchtete der Verein Konkurrenz für seinen beliebten Elite-Biergarten.

Die Verhandlungen mit den einzelnen Vertragspartnern gestalten sich kompliziert, weil Martin Kind sämtliche zusammenhängenden Verträge geschlossen unterzeichnen will. Dazu gehören auch die Verträge für das neue Leistungssportzentrum des Vereins in der Eilenriede. Dafür muss 96 unter anderem mit dem Hockeyclub Hannover verhandeln. Wie berichtet, will Hannover 96 das 1921 erbaute Eilenriedestadion in ein hochmodernes Nachwuchsleistungszentrum mit sechs Fußball-Trainingsplätzen, drei Kleinfeldern, einer Sporthalle, einem Gebäude für ärztliche und physiotherapeutische Behandlungen und einem Sportinternat umbauen. Bis zur Fertigstellung des 5000 Plätze umfassenden neuen Eilenriedestadions trägt die Regionalligamannschaft ihre Spiele weiterhin im Ricklinger Beekestadion aus.

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