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Lastwagen zwängen sich durch enge Weidestraße

Bahnsteigbaustelle Lastwagen zwängen sich durch enge Weidestraße

Weil an der Wunstorfer Straße gebaut wird, müssen Kraftfahrer Umwege in Kauf nehmen. Manche steuern ihre schweren Fahrzeuge trotzdem rücksichtslos durch die Anliegerzone – mit schadhaften Folgen. 

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Hier wird es eng: Ein Lastwagen quält sich durch die Weidestraße – wo seine Vorgänger schon Poller umgerissen haben.

Quelle: Sedelies

Limmer.  Seit die Arbeiten am Hochbahnsteig Wunstorfer Straße begonnen haben, müssen Autofahrer Umwege in Kauf nehmen. Doch offenbar sind die vorgesehenen Umleitungsrouten nur ungenügend ausgeschildert. Anders kann sich Peter Rolle, Inhaber des Cafés Rossi an der Weidestraße, nicht erklären, warum sich in den vergangenen zwei Wochen immer wieder schwere Lastwagen durch die schmale Weidestraße quälen. Dabei wurden bereits vier der Poller umgefahren, die sein Café von der Straße abschirmen. Es sollten auch schon parkende Autos demoliert worden sein, habe er gehört. „Glücklicherweise ist noch nichts Schlimmeres passiert“, sagt Rolle, der sich nicht vorstellen kann, dass derartige Fahrzeuge durch ein verkehrsberuhigtes Wohngebiet fahren dürfen. 

Mit dem Beginn der Bauarbeiten für den Hochbahnsteig wurde die Wunstorfer Straße stadteinwärts zwischen Franz-Nause-Straße und dem Knotenpunkt Zimmermannstraße gesperrt. Die von der Stadt in Kooperation mit der für den Bau zuständigen Gesellschaft Infra ausgewiesene Umleitung führt über die Kesselstraße und großräumig über Carlo-Schmid-Allee, Eichenbrink und Zimmermannstraße. Die Weidestraße wird in diesem Zusammenhang nicht als Umleitungsroute erwähnt. 

Nur Stadtteilverkehr zugelassen

Anfangs hätten sich täglich trotzdem zwei Lastwagen ihren Weg durch die Weidestraße gebahnt, berichtet Rolle. Inzwischen komme nur noch alle zwei Tage einer. „Vielleicht hat es sich herumgesprochen, dass das hier eng wird“, meint er. Offenbar biegen die Fahrzeuge statt in Höhe der Kesselstraße erst an der Franz-Nause-Straße von der Wunstorfer Straße ab und fahren dann von dort weiter zur Kesselstraße. Als die Poller umgerissen wurden, sei auch die Polizei vor Ort gewesen, sagt Rolle. Bisher habe sich aber noch niemand darum gekümmert, die Schutzstangen wieder aufzurichten.

Die Stadt erklärt auf Anfrage, dass nahezu der gesamte Durchgangsverkehr - vor allem Lastwagen – nur über die großräumige Umleitung fahren dürfe. Im Bereich der Kesselstraße sei ausschließlich Stadtteilverkehr zulässig. Es gelinge auch weitgehend, diese Fahrzeuge mittels umfangreicher Beschilderung in die örtliche Umleitung zu führen, erklärt Stadtsprecherin Michaela Steigerwald. Allerdings müsse es möglich bleiben, die  Weidestraße im Anliegerverkehr auch von Lastwagen zu befahren. „Es ist weder zulässig noch möglich, dies zu unterbinden.“

Behörden haben keine Handhabe

Die meisten „Irrfahrten“ von Lastwagen oder anderen Kraftfahrzeugen resultierten aus Missachtung der Hinweis- und Verbotsschilder, oft in Verbindung mit „blindem Vertrauen auf Navigationsgeräte“. Die Behörden hätten keine Handhabe gegen solch individuelles Fehlverhalten. Doch gerade in solchen Fällen gülten die allgemeinen Verkehrsvorschriften der Rücksichtnahme – und gegebenenfalls Schritttempo. Der Stadt sei bisher nur ein Fall bekannt, in dem ein Lastwagen verkehrswidrig in die Franz-Nause-Straße eingefahren sei und dabei die Poller vor dem Café Rossi umgerissen habe. Eine besondere Gefahrenlage bestehe daher nicht.

„Die Poller werden in den nächsten Tagen ausgetauscht“, kündigt Steigerwald an. Peter Rolle glaubt, dass sie dort nicht allzu lange stehenbleiben werden. 

Von Juliane Kaune

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