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Allerweg wird zum Millionenprojekt

Linden-Süd Allerweg wird zum Millionenprojekt

Der Gebäudekomplex der Kinder- und Jugendarbeit am Allerweg soll umfangreich modernisiert werden. Nach Plänen der Verwaltung soll die Runderneuerung der beiden Hauptgebäude des Treffs rund sechs Millionen Euro kosten.

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Die Stadtverwaltung will den Gebäudekomplex für rund sechs Millionen Euro umbauen, die Politik soll das Projekt vorantreiben.

Quelle: Margret Jans-Lottmann

Linden-Süd. Die Stadtverwaltung betont seit Jahren, wie wichtig eine Umgestaltung des Komplexes für die Kinder- und Jugendarbeit in Linden-Süd ist, doch bislang hat der Rat der Stadt keine entsprechenden Mittel freigegeben. „Nun legen wir unsere Planung dem Kämmerer und der Politik vor“, sagte Bernd Jacobs vom städtischen Fachbereich Jugend und Familie in der jüngsten Sitzung des Bezirksrat Linden-Limmer.

Das Konzept sieht vor, dass die Kinder- und Jugendarbeit am Vorderhaus konzentriert wird. Künftig soll es wie ein Spielpark dimensioniert sein. Hier sollen auch Projekte wie „Rucksackmütter“ Platz finden, das Stadtteilcafé ist bereits geöffnet. Konkrete Planungen für die nötigen Umbauten (Raumzuschnitt, Fluchtwege, Feuerschutz, Barrierefreiheit) gebe es noch nicht - die Verwaltung schlägt vor, im Haushalt 2014 rund 100 000 Euro für das Planungsvorhaben einzustellen.

Fertig sind bereits die ersten Pläne für den Umbau des Hinterhauses: Hier soll das Familienzentrum mit knapp 60 Kindern Platz finden. Nötig sei ein Totalumbau des Gebäudes samt zusätzlichem Treppenhaus, Versorgungsleitungen und Anhebung des umliegenden Geländes um rund 50 Zentimeter, „um das Gebäude barrierefrei erschließen zu können“, sagte Hans-Jürgen Meyer-Hublitz vom Fachbereich Gebäudemanagement der Stadt. Die Sanierung komme dem Aufwand eines Neubaus gleich. Kosten: Knapp drei Millionen Euro.

Da sich für die Modernisierung des Vorderhauses ein ähnlicher Umfang abzeichne, rechnet die Verwaltung mit rund sechs Millionen Euro Gesamtkosten. „Anders lässt sich das nicht verwirklichen“, sagte Meyer-Hublitz. Jörg Schimke (Grüne) regte an, angesichts der Dimension der Arbeiten zu prüfen, ob ein Neubau an gleicher Stelle nicht wirtschaftlicher und sinnvoller sei.

Während der Bauphase müssten die Nutzer des Hinter- und Vorderhauses in anderen Einrichtungen Platz finden. Denkbar sei die Aufstellung von Containern oder ein Teil-Umzug in das Jugendzentrum Posthornstraße. „Wenn die Politik dem Vorhaben Priorität einräumt, könnte der Umbau 2016 oder 2017 fertig sein“, sagte Meyer-Hublitz.

Die Stadtverwaltung hatte in ihrem Konzept zur Neuorganisation der Kinder- und Jugendarbeit auf „expliziten Handlungsbedarf“ in Linden-Süd hingewiesen. Um dem zu entsprechen, werde ein starker Standort benötigt, hieß es in dem Papier. Der Treffpunkt Allerweg biete die Basis für diesen starken Standort - allerdings sei ein Umbau unerlässlich. Obwohl die Verwaltung seit Jahren eine Neuordnung des Treffpunkts anstrebt, hatte der Rat der Stadt im Februar kein Geld für den Ausbau des Jugendtreffs zur Verfügung gestellt. Der Jugendhilfeausschuss hatte entschieden, stattdessen zwei Jugendtreffs in der Nordstadt und Anderten zu sanieren.

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