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Mit leerem Magen fällt Lernen schwer

Linden-Mitte Mit leerem Magen fällt Lernen schwer

Die IGS Linden richtet jeden Morgen für unterversorgte Kinder ein Buffet an – und hat prominente Helfer.

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IGS Linden, „Mit dem Frühstück in den Tag „ Gerhard Schröder, Erich Schuler

Quelle: Nancy Heusel

Linden-Mitte. Linden-Mitte. Im Grunde war es ein trauriger Anlass, den die Integrierten Gesamtschule (IGS) Linden vor wenigen Tagen feierte: Die Schule hatte eine Benefizveranstaltung organisiert, um Geld für ihr tägliches Frühstücksbuffet einzuwerben und den bisherigen Spendern zu danken. Rund 80 Gäste kamen ins Foyer der Schule, darunter auch viele Prominente. Rund 24 000 Euro spendeten sie für den guten Zweck. Das tägliche Buffet wird für Schüler aufgebaut, die zu Hause kein Frühstück bekommen und hungrig zur Schule gehen. Ursprünglich war die Aktion für rund 20 Kinder gedacht, mittlerweile frühstücken jeden Morgen ab 7.30 Uhr bis zu 80 Schüler in der IGS.

Schon vor sechs Jahren, als das Projekt startete, engagierte sich Gerhard Schröder für die Idee. Der ehemalige Bundeskanzler war auch der prominenteste Gast der jüngsten IGS-Veranstaltung - und spendete 10 000 Euro. Außerdem waren Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn und die Landtagsabgeordnete Thela Wernstedt an den Fuß des Lindener Berges gekommen - Stefan Politze, ebenfalls Landespolitiker, musste kurzfristig absagen. Lindens Bürgermeister Rainer-Jörg Grube sagte, das Projekt sei richtig und wichtig, „aber es ist schon bitter, dass es so etwas überhaupt geben muss“. Zahlreiche Firmen und Initiativen unterstützen die Aktion - unter anderem Harry-Brot, die Tafel Hannover, die Stiftung ProChance, die Firma Kind und die Sparda Bank.

Das internationale „buffet culturel“, das die Restaurants „Ouzerie“ und „Tandure“ bei der Benefizveranstaltung auftischte, hätte man auch „buffet multiculturel“ nennen können, sagte Schulleiter Christoph Walther. Denn so vielfältig, wie die aus 38 Nationen stammende Schülerschaft. war auch die Tafel: Die Schule bot von französischen Kräuterchampignons über gefüllte polnische Eier, iranischen Salat, türkischen Lahmacun bis zu italienischem Tiramisu eine kulinarische Reise bis über die Grenzen des Kontinents an. So sollten die Gäste multikulturelles Zusammensein als eine „sinnliche Erfahrung kennen lernen und genießen“, sagte Walther. Zum Programm gehörten Gesang und Tanz von Schülergruppen, Jonglage des Schulzirkus’ und Comedyeinlagen. Zudem stellte der stellvertretende Schulleiter Erich Schuler das Frühstücksprojekt vor.

Kuchen stiftete übrigens „Wer-wird-Millionär?“-Gewinner Ralf Schnoor vom „Café K“. Er sei seiner ehemaligen Schule noch heute dankbar, sagte er und fügte hinzu: Ohne das Wissen, das er in der IGS erworben habe, hätte er die Million nicht gewonnen.

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