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West Ihme-Zentrum: Bezirksrat will Informationen
Hannover Aus den Stadtteilen West Ihme-Zentrum: Bezirksrat will Informationen
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15:00 04.04.2015
Von Juliane Kaune
Quelle: Wilde
Hannover

Beim Thema Ihme-Zentrum fühlt sich der Bezirksrat Linden-Limmer schlecht informiert - und das Gremium will, dass sich das ändert. Die Stadtteilpolitiker verabschiedeten jetzt einstimmig einen Antrag, mit dem sie die Verwaltung auffordern, einen schriftlichen Bericht über die Bedingungen für die künftige Entwicklung der brachliegenden Gewerbeflächen vorzulegen. „Im Stadtbezirk und besonders bei den Bewohnern bestehen Sorgen und Ängste gegenüber dem, was kommt“, sagte Eike Geffers, Fraktionschef der SPD, die den Antrag eingebracht hatte. Um mehr Transparenz herzustellen und die Bürger in die Diskussion um die Perspektiven des Komplexes einbinden zu können, seien dringend mehr Informationen nötig, betonte Geffers.

Wie berichtet, sind die seit Jahren leerstehenden Gewerbeareale im Ihme-Zentrum Ende Februar nach einer Zwangsversteigerung an einen Investor verkauft worden. Die neuen Eigentumsverhältnisse sind verwickelt: Als Käufer ist die Projekt Steglitzer Kreisel Berlin Grundstücks-GmbH aufgetreten, deren Gesellschafter auf Zypern sitzt. Dahinter steht nach eigenen Angaben die Berliner Newtown-Gruppe, die dem Vernehmen nach mit dem Geld israelischer Investoren Immobilien erwirbt. Der Bezirksrat will mit seinem Antrag auch erreichen, dass ihm vertrauliche Unterlagen, die die Stadt im Vorfeld der Zwangsversteigerung zusammengestellt hat, zur Verfügung gestellt werden.

Die Linken im Bezirksrat wollten zudem mehr Klarheit über den Käufer und hatten in der jüngsten Sitzung eine entsprechende Anfrage gestellt. In der Antwort, die Stadtbezirksmanager Wolfgang Wescher verlas, heißt es, der Investor habe bereits Erfahrung mit „komplexen Entwicklungsprojekten“ vorzuweisen. Bundesweit betreue dieser rund 600 000 Quadratmeter Gewerbefläche und 6500 Wohnungen. Der neue Eigentümer habe zugesichert, das Ihme-Zentrum langfristig in seinem Besitz zu halten und umfangreich zu sanieren. Auch den Mietvertrag mit der Stadt, die in dem Komplex mehrere Ämter untergebracht hat, wolle er fortführen. Zugleich werde die Verwaltung in den Vertragsverhandlungen ihre Erwartungen an den Investor deutlich machen, sagte Wescher. Noch läuft der Mietkontrakt für die städtischen Büroflächen bis 2017, der Vertrag der Stadtwerke ist bis 2020 gültig. Auf die Frage, ob die Stadtwerke das Ihme-Zentrum vorzeitig verlassen wollen, bekamen die Stadtteilpolitiker keine Antwort.

Skeptisch zeigte sich Thomas Ganskow, Vertreter der Bürgerinitiative Linden-Ihme-Zentrum (BLIZ). Es gebe noch viele offene Fragen, sagte er am Rande der Bezirksratssitzung. Schon zu oft hätten die Wohnungsbesitzer erlebt, dass ein Investor seine Pläne im Ihme-Zentrum am Ende doch nicht verwirkliche.

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