Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
West In der alten Hautklinik in Hannover entstehen Wohnungen
Hannover Aus den Stadtteilen West In der alten Hautklinik in Hannover entstehen Wohnungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 20.05.2011
Wo Patienten behandelt wurden sollen Wohnungen entstehen. Quelle: Michael Thomas

Das Gelände der Hautklinik in Linden wechselt seinen Besitzer: Ein Konsortium aus zwei Grundstücksgesellschaften, an denen die Region beteiligt ist, sowie dem hannoverschen Projektentwickler Gert Meinhof übernimmt das Grundstück zum Ende des Jahres. „Eine weitere Nutzung durch das Klinikum haben wir verworfen“, sagte Karsten Honsel, Geschäftsführer beim Klinikum Region Hannover (KRH), am Mittwochabend in der Sitzung des Bezirksrats Linden-Limmer. Noch im Sommer soll der Kaufvertrag unterzeichnet werden. Die neuen Eigentümer wollen die Gebäudesubstanz erhalten und vorrangig für Wohnzwecke umbauen.

Zum neuen Eigentümertrio gehören sowohl die „rote“ als auch die „grüne“ Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG). Die Namen leiten sich vom Logo der Firmen ab. Die „grüne“ HRG entwickelt Neubaugebiete wie das Baufeld „An der Gartenbauschule“ in Ahlem, während die „rote“ HRG unter anderem für den Raschplatz und Teile des alten Conti-Geländes in Limmer verantwortlich ist. Die beiden Gesellschaften haben sich den ehemaligen agsta-Architekten und Entwickler des Lindener Ahrbergviertels, Gert Meinhof, ins Boot geholt. „Wir wollen den heutigen Gebäudebestand auf dem Klinikgelände bewahren“, sagte Dirk Felsmann, Geschäftsführer der „grünen“ HRG im Bezirksrat. Meinhof sei wegen seiner Erfahrung mit der Neubelebung alter Objekte die richtige Wahl. Das Grundstück werde für eine einstellige Millionensumme gekauft, sagte Felsmann. Sobald das Konsortium Eigentümer der Liegenschaft ist, wird es zunächst Vermieter der Medizinischen Hochschule (MHH). Die hatte am 1. April die Hautklinik vom KRH übernommen. Der Mietvertrag für das Areal an der Ricklinger Straße läuft noch bis Dezember 2012. Erst danach zieht die Hautklinik auf den MHH-Campus in Groß-Buchholz – dann kann das Uferareal an der Ihme entwickelt werden.

In gut zwei Jahren könnten die ersten Umbauarbeiten auf dem 13.000 Quadratmeter großen Lindener Klinikgelände beginnen. Bis dahin sollen noch Details wie Baukosten und Nutzungskonzept festgeklopft werden. Gut 9000 Quadratmeter stehen innerhalb der alten Gebäude zur Verfügung; der größte Teil davon soll für Wohnzwecke hergerichtet werden. „Ich denke, es werden so 70 bis 80 Prozent“, sagte Felsmann. Für den übrigen Teil sind ein Kindergarten, Arztpraxen, Gastronomie oder ein Pflegedienst im Gespräch. „Auch der Kinderschutzbund will dort Räume beziehen“, verkündete Architekt Meinhof. Die Fassaden der Gebäude sollen weitgehend erhalten bleiben. „Wir sind noch am Anfang der Planungen und wollen die Lindener Bürger einbeziehen“, betonte Meinhof. Er werde unter anderem das Bürgerbüro Stadtentwicklung am Verfahren beteiligen.

Der Lindener SPD-Ratsherr Jürgen Mineur wollte wissen, ob der Eigentümerwechsel ohne Beteiligung der Stadt vonstatten gehen könne. „Fallen die Gebäude nicht an die Stadt zurück, wenn die Klinik das Gelände verlässt?“ Das sei zwar in der Vergangenheit diskutiert worden, antwortete KRH-Geschäftsführer Honsel. „Aber Grundstück und Gebäude sind ins Eigenkapital des Klinikums übergegangen.“ Das KRH könne das Gelände deshalb verkaufen und den Verkaufserlös behalten. Der Erlös solle dem Neubau des Siloah-Krankenhauses in Linden zugutekommen.

Marcel Schwarzenberger

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Radfahrer an den Ricklinger Kiesteichen staunte nicht schlecht: Am Dreiecksteich in Hannover kroch vor ihm eine 50 Zentimeter große Schildkröte aus dem Gebüsch. Tierretter der Feuerwehr fingen das Tier ein und brachten es ins Reptilienhaus.

19.05.2011

Der Auftrag an die evangelischen Kirchengemeinden steht: In wenigen Monaten müssen sie festlegen, welche Personalstellen sie einsparen. Alle Mitarbeiter können von Kürzungen betroffen sein.

19.05.2011

Die „extreme Lärmbelastung“ durch vorbeirollende Güterzüge wollen die Anwohner in Hannover-Ahlem nicht länger hinnehmen und haben deshalb die Initiative „WirGegenLärm Hannover-West“ gegründet.

Margret Jans-Lottmann 19.05.2011