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Lärmschutz an alten Bahnanlagen soll verbessert werden

Bezirksrat Lärmschutz an alten Bahnanlagen soll verbessert werden

Seit mehr als zehn Jahren beklagen sich Anwohner der Bahnstrecke in Ahlem über zu hohe Lärmbelästigung durch vorbei fahrende Güterzüge, jetzt bekommen sie Unterstüztung vom Bezirksrat. Zusammen mit der Deutschen Bahn soll die Verwaltung für einen besseren Lärmschutz sorgen.

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An der Bahnstrecke fehlen durchgehende Lärmschutzwände, die Anwohner fühlen sich durch den Güterverkehr gestört.

Quelle: Jans-Lottmann

Ahlem. Nachtruhe ist ein Bürgerrecht: Darin sind sich die Politiker aller Fraktionen im Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt einig. Und so haben sie in der jüngsten Sitzung des Gremiums auch einhellig den Antrag der CDU-Fraktion begrüßt, dass die Verwaltung sich zeitnah gemeinsam mit der Deutschen Bundesbahn um eine Verbesserung des Lärmschutzes in Ahlem kümmern soll. Das Problem ist nicht neu. Bereits seit mehr als einem Jahrzehnt klagen Anwohner, die im nahen Umkreis der Bahnstrecke wohnen, über rumpelnde Güterzüge, die vor allem nachts im Minutentakt vorbeirattern und die Menschen aus dem Schlaf reißen.

Besonders hoch ist der Lärmpegel, wenn die Züge die zum letzten Mal in den siebziger Jahren sanierten Brücken passieren. Vor zehn Jahren wurden entlang der Güterumgehungsbahn in Hannover Lärmschutzwände errichtet; der Bund hatte 1999 ein Sanierungsprogramm für die bestehenden Schienenwege aufgelegt, aus dem bis heute auch der Schallschutz an Bahnstrecken finanziert wird. Doch die Lärmschutzwände sind in Ahlem nicht durchgehend installiert, und genau die Lücken sind es – so vermuten die Anwohner –, die den Krach der Züge in ihre Schlafzimmer lassen.

Die Bahn AG beruft sich auf das Planrechtsverfahren von 1999. „Das ist nach wie vor rechtsverbindlich“, sagt Sprecher Egbert Meyer-Lovis. Die Brücke über die Ziegelstraße etwa benötige demnach keinen Schallschutz, da es sich in diesem Bereich um Gewerbegebiet handele. Der Rosenbuschweg sei als Mischgebiet ausgewiesen, und auch an der Straße Am Bahndamm gebe es keine unmittelbare Wohnbebauung.

Bezirksrat und Anlieger wollen sich mit diesen Auskünften allerdings nicht zufrieden geben. Vor knapp zwei Monaten wurde bereits die Initiative „WirGegenLärm“ gegründet, jetzt kommt die Unterstützung durch das Stadtteilgremium hinzu. Rund 300 Güterzüge passieren den Streckenabschnitt zwischen Misburg und Ahlem innerhalb von 24 Stunden. „Die starke Zunahme des Verkehrs insbesondere nachts erfordert neue Maßnahmen“, formulierte es der CDU-Fraktionsvorsitzende Norbert Dudda in seinem Antrag. Selbst bei geschlossenen Fenstern dringe der Lärm der Züge, die nachts in kurzen Abständen unterwegs sind, in die Häuser. „Aber auch tagsüber sind die Lärmemissionen durch den Güterverkehr stark ausgeprägt“, ergänzt Dudda. Mit geeigneten Schutzmaßnahmen entlang der gesamten Strecke müsse daher Abhilfe geschaffen werden: „Lärmschutz in Stücken bringt gar nichts.“

Dieser Meinung sind offensichtlich auch die anderen Fraktionen im Bezirksrat. Bislang schirmen die Schallwände vor allem das Wohngebiet ab, das zwischen Rosenbuschweg und Stichkanal Linden liegt. Zur Straße Am Bahndamm wurde dagegen weitgehend auf Lärmschutz verzichtet, ebenso wie an der 100 Jahre alten Brücke an der Ziegelstraße. Diese grenzt zwar an ein Gewerbegebiet mit Einkaufsmärkten und Betrieben, gleich dahinter liegt allerdings ein großes Wohngebiet.

Der Bezirksrat hofft nun beim Thema durchgehender Lärmschutz in Ahlem auf die Unterstützung der Verwaltung. Besserung bei den Eisenbahnbrücken über den Stichkanal Linden ist immerhin möglich. Der Bund will diesen Wasserweg ab 2017 verbreitern, in diesem Zusammenhang müssten dann auch die Brücken erneuert werden, erklärte der Bahnsprecher. Allerdings ist auch dies Verbreiterung noch nicht amtlich.

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