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West Letzte Etappe auf Hanomag-Gelände
Hannover Aus den Stadtteilen West Letzte Etappe auf Hanomag-Gelände
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00:15 16.03.2013
In die ehemalige Direktoren-Villa auf dem Hanomag-Gelände ziehen Büros und Wohnungen. Quelle: Schwarzenberger
Linden-Süd

In Kürze beginnt eines der augenfälligsten Neubauprojekte auf dem alten Hanomag-Gelände in Linden-Süd: Die Mr. Wash AG will an der Göttinger Straße ihr neues Servicecenter für Hannover errichten. Aber auch in den alten Fabrikhallen selbst geht die Revitalisierung mit großen Schritten voran - mit Lofts, Einzelhandel und Gewerbeflächen. In diesem Jahr will der Investor, die Dibag Industriebau AG aus München, die letzten Modernisierungen und Neubauten auf den Weg bringen oder schon abschließen.

Mr. Wash Auto-Service: Bereits 2011 erwarb das Düsseldorfer Unternehmen die Freifläche neben dem Obi-Parkplatz. Als erstes Unternehmen in Deutschland hat der Waschstraßenbetreiber eine Fließbandreinigung für Autos konzipiert; auch Ölwechsel nehmen die Mitarbeiter der Servicecenter vor. Eine solche Anlage soll nun südlich der U-Boot-Halle entstehen. „Noch im Frühjahr geht es los“, kündigte Geschäftsführer Cornelis Van de Pol an. Bis zu zehn Monate Bauzeit plant das Unternehmen - die Eröffnung ist für 2014 statt. Gut 20 Millionen Euro werden in den Neubau investiert.

U-Boot-Halle: Ein Großteil der 20000 Quadratmeter-Halle ist bereits durch Zweirad-Stadler und - seit Oktober vorigen Jahres - die Möbelhäuser RS und Yellow belegt. Seit einigen Monaten wird nun auch der nördliche Teil des Ziegelbaus hergerichtet. Dort will Rewe eine Filiale mit 2000 Quadratmeter eröffnen. Etwa halb so viel Nutzfläche mietet der Golfausstatter „Golf House“ an, der seine Filiale in der hannoverschen City verlässt. Hammer, ein Fachmarkt für Heimtextilien, wird ebenfalls mit einer älteren Filiale umsiedeln: Der Mietvertrag für die Ladenfläche an der Davenstedter Straße läuft bald aus. „Dort sind wir etwas beengt“, sagte Geschäftsführer Ralf Bartsch. Man wolle die Gelegenheit nutzen, um sich mehr Platz zu verschaffen. Gut 3500 Quadratmeter will das Unternehmen in der U-Boot-Halle möglichst schon Mitte dieses Jahres belegen.

Kopfbau am Deisterplatz: Das Gebäudestück mit der reich verzierten Fassade und dem markanten Hanomag-Schriftzug auf dem Dach ist derzeit zur Hälfte eingerüstet. Dieser Teil ist zu gut 70 Prozent vermietet. Bis Mai werden rund 5000 Quadratmeter Büroflächen für Mieter aus dem Dienstleistungs- und Ausbildungssektor geschaffen. So sollen unter anderem eine Werbeagentur, eine Steuerfachschule und ein Personaldienstleister einziehen. Für die übrigen Flächen und die zweite Hälfte des Gebäudes werden noch Mieter gesucht. „Es wird überlegt, auch dort eine Baugemeinschaft zu finden, die Wohnungen baut“, sagte Dirk Petersen vom planenden Architekturbüro agsta.

Hanomagstraße: In den Altbau, der sich an den Kopfbau anschließt, entstehen derzeit 23 Loftwohnungen. Dafür hat sich eine Bauherrengemeinschaft zusammengetan. „Die ersten Bewohner ziehen im April ein“, sagte Petersen. Daneben sollen zwei Neubauten entstehen. Eine weitere Bauherrengruppe plant ein sechsstöckiges Stadthaus mit elf Lofts an der Straße; dahinter soll ein Kindergarten entstehen, der mindestens zwei Kita-Gruppen aufnimmt. Möglicherweise könnten die Bauarbeiten für beide Gebäude noch im Spätsommer starten, sagte Petersen. Allerdings steht der Betreiber der Kita noch nicht endgültig fest. „Die Arbeiterwohlfahrt überlegt noch“, sagte Petersen. Neues Leben zieht auch in die ehemalige Direktorenvilla ein; mit Büros im Erdgeschoss und Wohnungen in den oberen Etagen.

Polizei: Die Polizeidirektion hat rund 300 Mitarbeiter, unter anderem vom Kriminaldauerdienst und von verschiedenen Kriminalfachinspektionen, in Gebäuden an der Marianne-Bäcker-Allee untergebracht. Das Hochhaus dort wird seit Herbst 2011 saniert; die Beamten arbeiten in eigens aufgestellten Containern. Ab Ende März ziehen die Beamten dann nach und nach in ihr Gebäude zurück, sagte ein Polizeisprecher.

Marcel Shwarzenberger

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