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Mancher Parkplatz gilt als Geheimtipp

Linden Mancher Parkplatz gilt als Geheimtipp

Stellplätze sind in Linden Mangelware – doch hier und dort findet sich noch eine freie Fläche.

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Der Rewe-Markt duldet es, wenn Autos für kurze Zeit oder nachts auf dem Kundenparkplatz abgestellt werden.

Quelle: Schwarzenberger

Etliche Einwohner und Besucher Lindens kennen das Problem: Wer einen Parkplatz für sein Auto sucht, muss zunächst einmal einige Runden um den Häuserblock drehen, bevor er mit etwas Glück eine Lücke findet. Besonders eng ist es in Linden-Nord seit Stadt und Rat die Limmerstraße vor zehn Jahren zur Fußgängerzone erklärt haben. Denn die Bemühungen der Stadt, einen Investor für den Bau eines Parkhauses mit 140 Stellplätzen in der Velberstraße zu finden, verlaufen bislang im Sande. Doch es gibt noch einige freie Flächen, auf denen geparkt werden kann.

Torben Scheller, Betreiber des Apollo-Kinos in der Limmerstraße, weiß von den Schwierigkeiten auswärtiger Besucher, für ihr Auto einen Stellplatz zu finden. „Wir empfehlen ihnen die Parkflächen am Freizeitheim und vor dem Heizkraftwerk an der Elisenstraße“, sagt er. Denn wer in der Limmerstraße parkt, muss nach einem entspannten Kinobesuch mit einem bösen Ende rechnen. „In der Limmerstraße werden die meisten Anzeigen wegen Falschparken in Linden-Nord aufgenommen“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix.

Ein kleiner Geheimtipp unter Autofahrern ist der Parkplatz des Rewe-Marktes an der Elisenstraße. Offiziell steht er zwar nur Kunden zur Verfügung. Aber auch bei anderen Kurzparkern drückt Marktleiter Jens Obluda ein Auge zu. „Selbst über Nacht ist das Abstellen im Grunde kein Problem“, sagt er. „Aber wir leiden manchmal unter Dauerparkern, die tagelang Stellflächen blockieren. Das geht nicht.“ In solchen Fällen lasse er die Autos auch schon mal abschleppen, warnt Obluda.

Wer auf der Grenze von Linden-Nord und Linden-Mitte einen Stellplatz sucht, kann noch einen auf einer städtischen Fläche an der Fössestraße finden. Insgesamt 60 Plätze stehen dort zur Verfügung. „Die Hälfte ist derzeit frei“, sagt Dix. Die Stadt vermietet die Plätze unter der Telefonnummer 16 84 45 89. Begehrt sind die Parkplätze, die Schulen im Viertel zur Verfügung stellen. „Es gibt deshalb nur noch bei der IGS Linden an der Beethovenstraße einige freie Plätze für Privatmieter“, sagt Dix. Interessenten könnten sich unter Telefon 16 84 14 45 melden.

Nach Ansicht von Lindens stellvertretendem Bürgermeister Rainer-Jörg Grube kann zwar nur ein Parkhaus in der Velberstraße den Parkdruck im Stadtteil auf Dauer mildern. Doch bis es soweit sei, könne die Bauverwaltung auch mit einfachen Mitteln weitere Stellflächen schaffen, meint er. Warum solle nur in einem Teil des Kötnerholzwegs quer zur Fahrbahn geparkt werden?, fragt Grube. „Mit einer Neumarkierung kann das im gesamten Straßenzug möglich sein.“ Die Längsparkplätze nähmen zu viel Platz ein, kritisiert er.

Auch in den Vierteln rund um Lindener Markt und Falkenstraße sind Parkplätze Mangelware. Gisbert Fuchs, Sprecher des Wirtschaftsforums im Verein „Lebendiges Linden“, kennt die Probleme rund um die Parkplatzsuche nur allzu gut. Er wolle dieses Thema nun im Wirtschaftsforum auf den Tisch bringen, kündigte Fuchs nun gegenüber dem Stadt-Anzeiger an.

Vergleichsweise entspannt ist dagegen die Lage im Bereich der Deisterstraße. „An der Straßennummer 17 gibt es einen öffentlichen Parkplatz, den ich unseren Gästen immer empfehle“, sagt Ludmilla Maschek, Geschäftsführerin des Hotels „Schwarzer Bär“. Zwar darf dort tagsüber nur bis zu zwei Stunden mit Parkscheibe geparkt werden, nachts aber ist das Parken dort frei. Dieser Platz wäre auch die erste Wahl von Olaf Töpelmann, stellvertretender Vorsitzender der Werbegemeinschaft „Deisterkiez“. Aber auch in der südlichen Deisterstraße gebe es häufig freie Stellflächen, verrät er.

Marcel Schwarzenberger

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