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West Müll, Lärm, Diebstahl: Bürger beschweren sich über Heimbewohner
Hannover Aus den Stadtteilen West Müll, Lärm, Diebstahl: Bürger beschweren sich über Heimbewohner
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00:24 16.05.2018
Die Anwohner vom Ahlemer Holz und den umliegenden Straßen haben Probleme mit den im Containerdorf lebenden Roma. Quelle: Nele Schröder
Ahlem

Die Anwohner am Ahlemer Holz stehen im Konflikt mit den Bewohnern des dort liegenden Containerdorfes. In der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Ahlem-Badenstedt-Davenstedt führten zahlreiche Beschwerden über Müll, Lärm und Diebstähle zu Diskussionen. Rund 25 Bewohner des Ahlemer Holzes und der umliegenden Straßen (Fritz-Reuter- und Zuckmayerstraße) waren zur Einwohnerfragestunde erschienen, um ihrem Ärger Luft zu machen und eine Änderung zu fordern. „Wir waren immer heftig bemüht um die dort lebenden Flüchtlinge“, erzählt ein Anwohner. „Doch irgendwann ist dann auch Schluss.“ Laut seiner Aussage wird das Dorf momentan von Sinti und Roma bewohnt – die anscheinend eine andere Auffassung von Nachbarschaft haben als die Anwohner. Ein Bürger beschwert sich über sonntägliche Ruhestörungen, ein anderer über Müll, eine dritte über den Diebstahl eines Fahrrads. „Dieser Müll geht uns dermaßen auf den Geist“, beklagt ein Bürger aus der Fritz-Reuter-Straße. „Alles wird hingeworfen. Da muss etwas unternommen werden.“

„Es ist fünf nach 12!“

„Es ist fünf nach 12!“, ruft ein Mann – und bittet den Bezirksrat um sofortiges Handeln. „Unsere soziale Nachbarschaft wird massiv bedroht“, klagt er. Selbst die Polizei habe nicht helfen können, obwohl es offenbar zu häufigen Anrufen bei ebendieser kommt. Die anwesende Kontaktbeamtin der Polizei versuchte, die aufgebrachten Bewohner zu besänftigen: Die Polizei habe vor, ihr Kontrollsystem weiter auszuweiten. 

Im Bezirksrat lösten diese Beschwerden Bestürzung aus. „Es ist erschütternd, was wir zu hören bekommen“, sagt Sabine Dudda, Fraktionsvorsitzende der CDU. Auch die Fraktionsvorsitzende der SPD, Kerstin Klebe-Politze, zeigte Verständnis: „Ich kenne die Problematik mit Roma-Familien. Wir werden das Problem in jedem Fall mit in den Rat der Stadt nehmen.“ 

Eine Lösung, die für beide Parteien angebracht ist, soll jetzt so schnell wie möglich gefunden werden. „Ich schreibe mir das auf meine Fahne“, versprach Dudda. Die Bürger stellten noch eine Forderung an den Bezirksrat: „Wir erwarten von Ihnen Engagement und klare Aussagen, wenn Sie unser Vertrauen zurückgewinnen wollen.“

Die CDU hatte im Bezirksrat angekündigt, eine Begehung des Gebiets vorzunehmen, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Diese Begehung fand einen Tag nach der Sitzung statt – mit für die Partei schockierenden Ergebnissen. „Das waren abenteuerliche Verhältnisse, es sieht wirklich schlimm aus“, berichtet Sabine Dudda dem Stadt-Anzeiger. „So wird das nicht weitergehen.“

Von Nele Schröder

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