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Nach Abriss des DGB-Hauses in Hannover entsteht ein Neubau

Calenberger Neustadt Nach Abriss des DGB-Hauses in Hannover entsteht ein Neubau

In Kürze weicht erneut ein Siebziger-Jahre-Beton-Ungetüm einem zeitgemäßen Neubau: Am malerischen Ufer der Innenstadt-Leine beginnt das hannoversche Unternehmen Hochtief Construction formart mit den Arbeiten für ein neues Wohngebäude.

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Blick von der Leine-Brücke in der Königsworther Straße.

Quelle: Michael Thomas

Calenberger Neustadt. Alle 38 Wohneinheiten sollen Mietobjekte werden und über Balkone, Loggien oder Dachterrassen zum Wasser verfügen. Zum Teil sind sie gesondert behindertengerecht ausgestattet.

Das ehemalige Verwaltungsgebäude des Deutschen Gewerkschaftbundes (DGB) in der Dreyerstraße war zuletzt zum Schandfleck verkommen. Eingeworfene Fensterscheiben und großflächige Schmierereien haben nicht nur die Nachbarn verärgert, mehrfach hat es auch gefährliche Brandstiftungen in dem Haus gegeben. Seit Jahren steht das Haus schon leer, mehrere Projektentwickler hatten sich an Nachnutzungskonzepten versucht – und waren gescheitert.

Hochtief dagegen hat das Vorhaben jetzt zur Baureife gebracht. „Die Vorbereitungen für den Abriss laufen“, sagt Projektleiter Jörg Jungesblut. Voraussichtlich im Juli werde mit dem Entfernen begonnen, anschließend vorsichtig abgebrochen. Zuvor muss noch ein Trafo der Stadtwerke verlegt werden. Vier bis sechs Wochen sind für den Abbruch kalkuliert, dann muss, bevor der Neubau hochgezogen werden kann, zunächst Stabilität in die Tiefe gebracht werden. Zur sogenannten Baugrundverbesserung müssen zahlreiche Stopfpfähle in den Untergrund gebracht werden, die die Last des Baukörpers im weichen Leineufer tragen. Rammarbeiten werde es aber nicht geben; verspricht Jungesblut: „Wir setzen auf Bohrungen.“

4160 Quadratmeter Wohnfläche entstehen in den insgesamt sechs oberirdischen Geschossen, die Wohnungen sollen Größen von 65 bis 193 Quadratmeter haben. In einer Tiefgarage bringt Hochtief 34 Autostellplätze unter, für vier weitere Wohnungen sind oberirdische Parkplätze vorgesehen. Zwölf Monate reine Bauzeit sind geplant. „Wir rechnen damit, dass der Neubau im Jahr 2012 bezugsfertig ist“, heißt es bei Hochtief.

Für die Stadt ist das Projekt Dreyerstraße – offizieller Name: „Loft as you like“ – ein weiterer Baustein der Strategie, in innenstadtnahen Lagen attraktiven Wohnungsbau zu ermöglichen, damit Wohlhabende und solche, die es werden wollen, nicht in Wohngebiete im Speckgürtel abwandern.

Im Umfeld des Grundstücks hat sich besonders der Leine-Randweg zwischen Brühlstraße und Königsworther Straße zum Flanierpfad entwickelt. Er wurde zur Expo neu angelegt und eignet sich gut für erholsame Innenstadtspaziergänge im Grünen.

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