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Nachbarn singen gemeinsam

Linden-Süd Nachbarn singen gemeinsam

Ein ganz besonderer Freiluft-Chor hatte beim Europäischen Nachbarschaftstag seinen großen Auftritt im Ahrbergviertel: Alle, die Lust hatten, stimmten zusammen internationale Lieder an.

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Und nun alle im Takt: Holger Kirleis dirigiert den Freiluft-Chor, der sich zum offenen Singen im Ahrbergviertel zusammengefunden hat.

Quelle: Fricke

Hannover. Singen befreit - davon ist Bibi Försterling überzeugt. Eigentlich wollte sie sich mit Freunden zum Essen treffen. Doch die waren auf dem Sprung zum offenen Singen im Ahrbergviertel. „Da habe ich gedacht, da mache ich einfach mit“, sagt Bibi Försterling. Der Freiluft-Chor, in den jeder einstimmen kann, war einer der Höhepunkte beim Europäischen Nachbarschaftstag, der in Linden-Süd gefeiert wurde.

„Ich habe einen kleinen Ahrberg-Song geschrieben“, begrüßt Chorleiter Holger Kirleis die rund 50 Sänger und Sängerinnen, die sich spontan zusammengefunden haben. Kirleis versteht es, die Gruppe mit Engagement und Witz zu motivieren. Und mit Lokalkolorit: In seinem Lied kommen bekannte Straßennamen aus Linden-Süd vor, die allerdings etwas anders klingen als gewohnt. Dann dirigiert er den Chor mit Liedern wie „Asalaam“ in internationale Gefilde. Die Sprachen der Liedtexte müssen die Sänger nicht beherrschen. „Irgendwie geht es in dem Lied um Tiere, die wild umherlaufen“, klärt Kirleis die Sänger über das afrikanische „Si ma ma kaa“ auf. Schon starten die Übungen für den zwei- und dreistimmigen Gesang. „Jetzt habt ihr verstanden, wie ihr euch da reinmogeln müsst. Afrika würde stolz auf uns sein“, lobt der Chorleiter. Dann geht es zurück nach Europa - mit dem französischen „Chocolat chaud“.

Etwas skeptisch hört sich Edith Ronshausen in die fremden Sprachen und Klänge ein. „Ich hatte andere Lieder erwartet“, sagt die Seniorin, die mit ihren Freunden Inge und Dieter Borchers eigens aus Ahlem gekommen ist. Die drei kennen solche Treffen von früher, allerdings vor allem mit deutschen Volksliedern. „In den Fünfzigerjahren gab es einmal im Monat ein offenes Singen im Hanomag-Saal“, erinnert sich Edith Ronshausen. „Da kamen hauptsächlich Jugendgruppen.“ Jugendliche sind unter den Sängern im Ahrbergviertel nicht zu finden. Für Mitorganisator Ernst Barkhoff von der Interessengemeinschaft Ahrbergviertel aber ist das offene Singen seit fünf Jahren eine runde Sache. „Es gibt schon Stammgäste, die jedes Jahr dabei sind“, sagt er.

Das gilt auch für die weiteren Angebote der fünften Auflage des Nachbarschaftstags im Stadtteil - vom Kaffeeklatsch über die Bürgersteig-Malaktion „Bunte Linie durch Linden-Süd“ bis zum internationalen Grillen und Bowling. „Wenn wir alles zusammenzählen, sind wir bei 400 Leuten an sechs Stationen“, sagt Carsten Tech vom Quartiersmanagement der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover (GBH), der die Veranstaltungen koordiniert hat. Der Aktionstag sei im Bewusstsein der Menschen angekommen. Auch Holger Kirleis ist am Ende des 75-minütigen Singens rundum zufrieden: „Es hat total Spaß gemacht.“

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