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West Ohnesorg-Brücke soll im Dezember fertig sein
Hannover Aus den Stadtteilen West Ohnesorg-Brücke soll im Dezember fertig sein
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12:30 18.10.2012
Mitte Dezember soll der Verkehr über die Benno-Ohnesorg-Brücke wieder fließen. Quelle: Meise
Linden

„Mit dem Wechsel zum Winterfahrplan am 12. Dezember dieses Jahres soll der Hochbahnsteig in Betrieb gehen“, erklärte Grube und sprach gar von einem „historischen Datum für die Benno-Ohnesorg-Brücke“. Seit 2008 wird an der neuen, breiteren Brücke und seit dem vergangenen Frühsommer am Hochbahnsteig gebaut. „Wir hoffen auf den 12.12.2012“, bestätigte Stadtbezirksmanager Wolfgang Wescher. Bislang sei man im Zeitplan. In den Herbstferien liefen noch letzte Arbeiten an den Fahrbahnen auf der in der Calenberger Neustadt gelegenen Seite der Brücke. „Danach soll der Hochbahnsteig fertiggestellt werden“, sagte Wescher. „Ich bin gespannt, ob der Zeitplan klappt“, sagte Grube skeptisch.

Mit dem neuen Hochbahnsteig werden die alten Haltestellen der Linien 9 und 17 am Schwarzen Bären abgebaut. Danach beginnt eine einjährige Testphase für die Haltestellen an der Humboldtstraße sowie an der Ricklinger Straße in Höhe der Hautklinik. Beide Haltestellen sind im Grunde zu nah an der Benno- Ohnesorg-Brücke; ihr Betrieb soll aber probehalber weiterlaufen. „Nach einem Jahr fällt dann die Entscheidung über Aufgabe oder barrierefreien Ausbau“, sagte Regionssprecher Klaus Abelmann auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers.

Wenig zufrieden zeigte sich Grube mit der Sortierung des Auto- und Radverkehrs auf der Brücke. Für die Rad- und Fußgänger bliebe nach den Plänen der Stadt nur eine schmale, 2,85 Meter breite Fläche vor dem Rewe-Markt und dem Capitol. Der Bezirksrat Linden-Limmer hatte im Februar einstimmig eine Nachbesserung gefordert: Eine der beiden stadtauswärts führenden Fahrbahnen sollte allein Radfahrern – in beiden Richtungen – vorbehalten bleiben. „Die Stadt hat das mit der Begründung abgelehnt, dass dem Autoverkehr nur eine Spur nicht zuzumuten ist“, berichtete Grube.

Immerhin solle es aber einen Kompromiss geben. „Der Radverkehr durchs Ihme-Zentrum soll verbessert werden.“ Dies sei aber kein guter Ersatz für die Probleme auf der Brücke. Zudem könne es neue Radwege durch das Ihme-Zentrum erst dann geben, wenn die Sanierung der Gewerbeflächen erfolgten. Das könne aber noch dauern. Diese seien aber gestoppt worden, das der Investor insolvent gegangen ist. Zwar bekräftigte Anfang Oktober das Unternehmen Edeka sein Interesse an einem Markt im Ihme- Zentrum und gab damit ein wichtiges Signal für eine Fortsetzung der Revitalisierung. „Aber bis dahin dauert es noch“, sagte Grube.

Doch die Arbeiten an der Benno-Ohnesorg- Brücke sind nicht die einzige Baustelle, die Linden derzeit verkehrstechnisch etwas durcheinander wirbelt. An den Gleisen wird derzeit auch an der Davenstedter Straße, zwischen Erich- und Elsa-Brandström-Straße, gebaut. Die damit einhergehende Sperrung der Straße dauert voraussichtlich noch bis Ende November. Die Infrastrukturgesellschaft (Infra) der Region Hannover saniert das Gleisbett. Im Zuge der Arbeiten wurden auch Teile der Fahrbahn aufgerissen. Im Herbst wird die Asphaltdecke zunächst nur provisorisch geschlossen. Eine „technisch einwandfreie Wiederherstellung“ sei zu Beginn der kalten Jahreszeit nicht mehr vertretbar, begründete Stadtsprecher Dennis Dix. Der städtische Fachbereich Tiefbau übernehme die endgültige Herrichtung der Straßendecke im kommenden Frühjahr.

Eine ganz neue Straßenbaustelle richtet die Stadt in der letzten Oktoberwoche am Kötnerholzweg ein. Wie berichtet, will die Stadt die Straße in vier Bauabschnitten für rund 950 000 Euro erneuern. „Es ist schade, dass jetzt noch die Baustelle eingerichtet wird; im Winter wird wohl nicht viel passieren“, kritisierte Grube. Während der Bauzeit ist der Kötnerholzweg nur in Richtung Fössestraße befahrbar. Harm Baxmann von der Aktion Limmerstraße hofft nun auf zügige Bauarbeiten. Seine Werbegemeinschaft plant am 7. September 2013 wieder ein Limmerstraßenfest, nachdem es in diesem Jahr ausgefallen war. Stattfinden könne es aber nur, wenn Schienenersatzverkehr möglich sei, sagte er. „Die Busse müssen durch den Kötnerholzweg fahren – wenn denn die Baustelle weg ist.“ Theoretisch wäre das kein Problem: „Ziel ist es, die Bauarbeiten bis August 2013 abzuschließen“, sagte Dix.

Marcel Schwarzenberger

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