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Pastorin kehrt zurück nach St. Thomas

Oberricklingen Pastorin kehrt zurück nach St. Thomas

Zum zweiten Mal ist Sigrid Lampe-Desky Pastorin in der evangelischen St.-Thomas-Kirchengemeinde in Oberricklingen. Wieso? Sie folgte der Liebe.

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Sigrid Lampe-Densky ist zurück an ihrer alten Wirkungsstätte – und hat es sich dort schon gemütlich gemacht.

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Oberricklingen. Die Kirchengemeinde St. Thomas in Oberricklingen hat seit einigen Monaten eine neue Pastorin: Sigrid Lampe-Densky ist zurück an ihrer alten Wirkungsstätte. Nach fast zwei Jahrzehnten in verschiedenen Gemeinden in Hannover und Bayern ersetzt sie Pastor Bernd Prigge, der nach Venedig gewechselt ist.

„Ich war 18 Jahre nicht hier. Es hat sich viel in der Gemeinde verändert“, sagt Lampe-Densky. Sie bemerke einen deutlichen Generationswechsel. „Es gibt jetzt sehr viele junge Familien mit Kindern.“ Neben den vielen neuen Gemeindemitgliedern erwarteten die Heimgekehrte auch ein neues Mitarbeiterteam und neue Räumlichkeiten – das Gemeindehaus war zwischenzeitlich renoviert worden.

St. Thomas war von 1986 bis 1993 ihre erste Pfarrstelle. Danach ging sie zu St. Nathanael nach Bothfeld, 1998 wechselte sie zur Gustav-Adolf-Kirche nach Leinhausen. Dort blieb sie bis 2007 – dem Jahr, in dem die Kirche entwidmet wurde. „Das war eine ganz besondere Situation und eine ziemliche Herausforderung“, erinnert sich die Pastorin. Viele Gründungsmitglieder der Gemeinde hatten miterleben müssen, wie ihre Kirche nach rund 40 Jahren wieder geschlossen wird. Wegen sinkender Mitgliederzahlen hatte die Kirche mit der Kirchengemeinde Herrenhausen fusionieren müssen. Die Kirche wird nun von der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover als Synagoge genutzt. „Das ist ein tolles Projekt“ findet sie. Es sei wichtig, dass das jüdische Leben verstärkt in der Öffentlichkeit stattfinde.

Für Lampe-Densky ging es nach der Kirchenschließung nicht nur in den Urlaub, sondern auch gleich für ein paar Jahre ins bayrische Bamberg. Sie folgte ihrem Mann, der dort eine neue Stelle bei einer diakonischen Einrichtung bekommen hatte. Die Zeit in Bamberg nutzte die Pastorin für „Grundlagenforschung“: Sie schrieb eine Dissertation zu neutestamentlichen Gleichnissen, die sie im vergangenen Jahr abgeschlossen hat. „Ich habe das als große Freude und Ehre empfunden, mich mit den Grundlagen unser Tradition zu beschäftigen."

Zunächst liebäugelte Lampe-Densky mit einem Wechsel in die bayrische Landeskirche und es sah nicht so aus, als ob sie nochmal nach Hannover zurückkommen würde. Allerdings packte die gebürtige Niedersächsin aus Bassum bald die Sehnsucht nach dem Norden. „Ich hatte ganz furchtbares Heimweh.“ Dabei hatte es sie einst rein zufällig in die niedersächsische Landeshauptstadt verschlagen: „Ich bin damals in Hannover quasi hängengeblieben, weil mein Mann aus Barsinghausen kommt.“

2009 führten sie die Ereignisse wieder nach Hannover: Ihr Mann wurde zum Leiter des Stifts zum Heiligen Geist in der Südstadt ernannt und ausgerechnet in der St.-Thomas-Gemeinde wurde eine Pfarrstelle frei. „Ich fühlte mich schon nach einer Woche wieder wie zu Hause“, sagt sie. In ihrer neuen alten Gemeinde will sie vor allem mit Frauen und älteren Menschen arbeiten. Damit ist in St. Thomas an alle gedacht, denn Pastorin Kathrin Bernhardt konzentriert sich auf die Arbeit mit Familien und Kindern, Küster Olaf Engelhardt betreut die Konfirmanten und Jugendlichen. Das ist für Lampe-Densky das Tolle an St. Thomas: „Für alle Generationen wird etwas geboten. Man kann sich in der Gemeinde vom Kleinkind bis zum Senior wohlfühlen.“

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