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West So soll der neue Durchgang im Ihme-Zentrum aussehen
Hannover Aus den Stadtteilen West So soll der neue Durchgang im Ihme-Zentrum aussehen
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00:33 01.06.2018
Statt des dunklen und verwinkelten Durchgangs könnte es bald so aussehen: Blickrichtung zur Blumenauer Straße. Quelle: Schulze Partner Architekten / spa
Hannover

Bisher ist der Durchgang von der Calenberger Neustadt zur Blumenauer Straße ein verwinkelter, dunkler Gang, der durchs Parterre des Ihme-Zentrums führt. Radfahrer und Fußgänger, die über die Ida-Arenhold-Brücke die Ihme-Passieren, müssen ihn nutzen, um nach Linden zu gelangen. Mit zwei Millionen Euro Städtebauförderung des Bundes und einer Million eigenen Geldes will die Stadt den Weg begradigen, licht und luftig machen. Der HAZ liegen die Bilder des Planerbüros Schulze Partner Architekten vor. Sie sind das Ergebnis einer Konzeptstudie, die zeigt: Technisch ist das Projekt machbar. „Die Wegeführung ist statisch durchgerechnet und funktioniert“, sagt Bürochef Claus-Peter Schulze.

Wir zeigen die Pläne aus der Konzeptstudie des Büros Schulze Partner Architekten (spa).

Entlang der begradigten Passage könnten sich Läden ansiedeln, Licht solle durch die Decke fluten, hatte die städtische Planerin Juliane Schonauer jüngst bei einem Termin im Ihme-Zentrum versprochen. Das geht an mehreren Stellen, weil keine vielgeschossigen Gebäudeteile über dem Durchgang stehen.

Für die Studie hatte das Büro verschiedene Varianten durchgerechnet, unter anderem auch eine gewundene Wegeführung. Die aber ist verworfen worden: Der freie Blick von der Blumenauer Straße zum Ihme-Ufer soll nicht verbaut werden.

Kosten von rund 2,7 Millionen Euro

Die Kostenkalkulation des Büros Schulze Partner sieht vor, dass das Projekt für rund 2,7 Millionen Euro Brutto-Baukosten leistbar sein müsste. Planer Schulze betont aber: Bisher ist es nur eine Machbarkeitsstudie, noch keine detailgetreue Architekturansicht.“ Ob die Wände nachher so grünlich wie in den bisherigen Fotosimulationen werden oder ganz anders aussehen, bleibt vorerst offen.

Die Stadt hat überdies bei einer Immobilienkanzlei ein Gutachten in Auftrag gegeben mit dem Ziel, zu prüfen, ob das Wegeprojekt auch juristisch innerhalb der Eigentümergemeinschaft funktioniert. Zum Teil handelt soll es sich bei den benötigten Flächen um Sonder- und Gemeinschaftseigentum handeln, was die Sache in der komplizierten Eigentümergemeinschaft des Ihme-Zentrums erschwert. Nach HAZ-Informationen ist das Ergebnis: Es ist möglich, aber alle müssen an einem Strang ziehen. Die Stadt will sich zu dem Gutachten noch nicht außern. Es werde noch intern ausgewertet, sagt Sprecher Dennis Dix.

Bis 2021 muss alles fertig sein

Dafür gibt es einen finalen Fertigstellungstermin. Bis spätestens zum Jahr 2021 müsse das Projekt umgesetzt sein, um das Fördergeld erhalten zu können, sagt Dix.

Bereits in diesem Jahr will der Großeigentümer im Ihme-Zentrum, die Firma Intown, mit der Erneuerung der Fassaden zur Blumenauer Straße beginnen, wie Geschäftsführer Sascha Hettrich bei einem Termin im mai erneut bekräftigt hat. Bald solle dann auch im Inneren mit der Modernisierung und Wiederbelebung begonnen werden.

Von Conrad von Meding

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