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Ricklingen bekommt neue Riesenbaustelle

Sanierung der Göttinger Chaussee Ricklingen bekommt neue Riesenbaustelle

Die Göttinger Chaussee soll zwischen Bückeburger Allee und Wallensteinstraße für 1,95 Millionen Euro saniert werden. Für Anwohner und Autofahrer bedeutet das vor allem: knapp zwei Jahre Bauzeit bis zum Herbst 2016.

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Hauptverkehrsstrecke Göttinger Chaussee: Ab der Kreuzung Wallensteinstraße (im Bildvordergrund) wird es bald eng.

Quelle: Archiv

Oberricklingen. Die anstehende Sanierung der nördlichen Göttinger Chaussee ist das nächste ganz große Straßenbauvorhaben im Stadtbezirk Ricklingen. Rund 1,95 Millionen Euro steckt die Stadt allein in die Modernisierung des Straßenzugs zwischen Bückeburger Allee und Wallensteinstraße; hinzu kommen Kosten für die Erneuerung des Leitungsnetzes - Stadtwerke, Stadtentwässerung und das städtische Fernmeldenetz sollen auf der 500 Meter langen Strecke komplett erneuert werden. Für Anwohner und Autofahrer bedeutet das vor allem eines: knapp zwei Jahre Bauzeit bis zum Herbst 2016.

Im Herbst dieses Jahres sollen zunächst die Leitungsarbeiten starten. Was an anderen Straßenzügen eine Sache von Wochen ist, wird in Oberricklingen ein ganzes Jahr dauern. Was dabei passiert, ist so umfangreich, dass Magdalene Ballmüller vom städtischen Fachbereich Tiefbau bei der Vorstellung des Projekts in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Ricklingen zunächst tief Luft holte. Dann zählte sie auf: Es kommen neue Trinkwasserleitungen und neue Hausanschlüsse, Schmutz- und Abwasserkanäle werden zusammengelegt und erneuert, die Stadtwerke wollen für künftige Aufgaben vorsorgen und sogenannte Leerrohre verlegen - um beim möglichen Nachrüsten zu einem späteren Zeitpunkt die Straße nicht wieder komplett aufreißen zu müssen -, zwei Gasleitungen werden saniert und das städtische Fernmeldenetz wird gleich mit renoviert. Auf beiden Straßenseiten werden mehrere Leitungsgräben angefasst; da kommen einige Tausend Meter Rohre und Kanäle zusammen. „Das ist der größte Leitungsbau, den ich erlebt habe“, sagte Ballmüller. Sie ist seit gut zehn Jahren bei der Stadtverwaltung und koordiniert auch die Bauarbeiten am Ricklinger Stadtweg, die noch bis Dezember dieses Jahres andauern.

Die Stadt versucht, möglichst viele Projekte zu bündeln. Das soll Zeit sparen und damit die Belastung der Anwohner mildern. Die Göttinger Chaussee ist ein breiter Straßenzug. Mit Verschwenkungen auf provisorischen Fahrbahnen sollen fast immer zwei Spuren erhalten bleiben; je eine pro Fahrtrichtung. „Das wird aber zu Lasten der Parkplätze gehen“, sagte Ballmüller. Hinzu kommen möglicherweise auch provisorische Pumpleitungen, wie sie jüngst auch am Ricklinger Stadtweg installiert wurden, um das Leitungsnetz während der Bauarbeiten aufrecht zu erhalten. „Und es ist nicht ganz auszuschließen, dass die Göttinger Chaussee zeitweise mal Einbahnstraße wird“, sagte die Koordinatorin. Im Herbst 2015 beginnen dann die eigentlichen Sanierungsarbeiten an der Straße selbst. Auch dafür rechnet die Stadt mit bis zu zwölf Monaten Bauzeit. Während dieser Zeit werde es ebenfalls für eine Weile zu einer Teilsperrung kommen. „Wenn die Fahrbahntrasse gemacht wird, können wir definitiv keinen Zweirichtungsverkehr ermöglichen“, sagte Ballmüller.

Die Göttinger Chaussee soll in ihrem nördlichen Abschnitt runderneuert werden. Auch die Radwege werden neu gemacht. Verbessert werden soll auch die Sicherheit: Die Straßeneinmündungen werden aufgepflastert, die Radwege verlaufen künftig zwischen Gehweg und Parkzone. Derzeit müssen sich Radfahrer zwischen Fahrbahn und den parkenden Autos bewegen. Die neuen Parkplätze werden wieder schräg zur Fahrbahn eingerichtet. Auf beiden Straßenseiten werden neue Bäume gepflanzt; die Chaussee soll ihrem Namen wieder gerecht werden. Die Buslinie 300 nach Pattensen bekommt allerdings nur provisorische Haltestellen. Die werden abgebaut, sobald die geplante Stadtbahnverlängerung nach Hemmingen steht.

Von Marcel Schwarzenberger

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