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West SPD will Fösse-Freibad wieder öffnen
Hannover Aus den Stadtteilen West SPD will Fösse-Freibad wieder öffnen
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10:04 30.05.2013
Von Rüdiger Meise
Hier ist das Fössebad noch ohne Badegäste. Doch wenn es nach den SPD-Sportpolitikern geht, soll das Freibad so schnell wie möglich den Betrieb wieder aufnehmen. Quelle: Holger Hollemann
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Westliche Stadtteile

Die sportpolitische Sprecherin der Rats-SPD, Peggy Keller, betonte im Rahmen einer Besichtigungstour der Freibäder, die Notwendigkeit in die westlichen Freibäder zu investieren. Das Fössebad soll ausgebaut werden und auch das Volksbad Limmer und das Ricklinger Bad verdienten Investitionen. Sportexperten der SPD zeigten sich am Wochenende beeindruckt von der Qualität und Beliebtheit der drei Bäder im Westen der Stadt.

Die Ratspolitiker wollten sich im Vorfeld der Veröffentlichung des Bäder-Konzepts der Stadtverwaltung persönlich ein Bild von der Situation machen. Das Konzept soll im Herbst vorliegen und wird mit Spannung erwartet. Angesichts des Sanierungsbedarfs mancher Bäder und des Kostendrucks auf die Stadt ist nicht ausgeschlossen, dass dort die Schließung einzelner Bäder empfohlen wird. „Aber letztlich hat nicht die Verwaltung, sondern die Rats-Politik das letzte Wort“, stellt Keller klar. Im Haushaltsplan der Stadt seien für die kommenden drei Jahre bereits 4,8 Millionen Euro für Sanierungen der Bäder der Stadt vorgesehen - unklar ist, wie sie verteilt werden.

Fössebad: Einen „Riesenverlust“ nennt Keller, dass der Außenbereich des Fössebades derzeit brachliegt. Das Freibad musste wegen einer defekten Filteranlage schließen. Geht es nach den SPD-Sportpolitikern, soll das Freibad so schnell wie möglich den Betrieb wieder aufnehmen. Das Bad habe zwischen den Stadtteilen Limmer und Linden-Nord eine gute Lage und sowohl seine bewegte Geschichte als auch die Besucherzahlen rechtfertigten Investitionen. Nach der Schließung des Außenbereichs hatte das Bad im Jahr 2012 rund 103.000 Badegäste. Ausdrücklich lobte Keller die gute Führung des Bades durch die Betreibergesellschaft. Der Kostendeckungsgrad des Fössebades liegt nach Angaben der Betreiber bei 42 Prozent. Der Betrieb des Schwimmbads kostet die Stadt jährlich 427.800 Euro. Das sind etwa die Hälfte der anfallenden Betriebskosten. Eine Renovierung und Umgestaltung des Fössebads für rund 1,9 Millionen Euro soll die Anlage noch wirtschaftlicher machen, argumentiert der Betreiber. Den Um- und Anbau müsste jedoch die Stadt bezahlen, der die Schwimmanlage gehört.

Volksbad Limmer: Ein charmantes, gut geführtes Bad nennt Keller das Volksbad: „Für Baujahr ’75 macht alles einen sehr guten Eindruck.“ Lediglich die Rutsche im Nichtschwimmerbecken sei abgängig. Der Wunsch der Betreiber nach einem Kinderplantschbecken sei berechtigt, sagt Keller. Eine Zusage konnte sie aber nicht geben: „Wir werden in den Haushaltsberatungen sehen, welche Wünsche wir erfüllen können.“

Ricklinger Bad: In dem vom Verein Aegir geführten Bad machte Keller keinen Investitionsbedarf aus. Was die SPD-Delegation begeisterte, war die Barrierefreiheit des Bades. So seien für Mobilitätseingeschränkte Container-Module als Umkleidekabinen aufgestellt worden. Mit einer Spende von 30.000 Euro habe der Betreiber das Nichtschwimmerbecken barrierefrei umgestaltet.

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