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Bornum

Sanierung für S-Bahnhof diskutiert

Von Bärbel Hilbig

Der Bezirksrat hat mit der Region über die Modernisierung des S-Bahn-Haltepunkts in Bornum diskutiert: Die Anwohner wünschen sich mehr Sicherheitsvorkehrungen, die CDU fordert eine Direktverbindung zum Flughafen.
Die Modernisierung des S-Bahnhofs in Bornum ist überfällig. Im April 2013 sollen die Arbeiten endlich beginnen.

Die Modernisierung des S-Bahnhofs in Bornum ist überfällig. Im April 2013 sollen die Arbeiten endlich beginnen.

© Schwarzenberger

Bornum. Der S-Bahnhof in Bornum soll - als letzter in der Stadt – nun auch in absehbarer Zeit saniert werden. Die Region will die Bahnsteige auf 210 Meter verkürzen, das ist ausreichend für drei Wagenzüge. Der Baubeginn ist für April 2013 geplant, die Inbetriebnahme im Sommer 2013. Der Zeitplan hängt allerdings davon ab, ob die Landesverkehrsgesellschaft einen Teil der Kosten übernimmt. Die Region selbst will 410 000 Euro der insgesamt 1,28 Millionen Euro Baukosten übernehmen.

Bisher nutzen nur 390 Reisende pro Tag den S-Bahn-Haltepunkt, der zu den am wenigsten genutzten Bahnhöfe in der Region zählt. „Wir hoffen nach dem Umbau auf eine Steigerung“, berichtete eine Mitarbeiterin der Region im Bezirksrat Ricklingen. Geplant ist eine Sanierung der Rampe. Eine Schraffur am Bahnsteigrand soll als Leitsystem für Blinde vor der Gefahrenzone warnen. Neu installiert werden eine Notruf-Infosäule mit Kamera und ein elektronisches Anzeigenband, auf dem über Verspätungen informiert wird.

SPD-Fraktionschef Jens Menge wies auf die wuchernden Büsche hin und fehlenden Hinweistafeln, so dass die Haltestelle für Ortsunkundige schwer zu finden sei. „Der Eingangsbereich sollte offener und freundlicher werden.“ Die Beleuchtung im Tunnel werde außerdem bisher nicht instandgehalten. „Das ist abends schlecht für das Sicherheitsgefühl“, sagte Menge. Ein Bürger kritisierte, auch auf den Rampen herrsche nachts Dunkelheit. „Und im Umfeld verdecken Pflanzen die Straßenbeleuchtung.“

Die Regionsmitarbeiterin bestätigte, dass die Zugänge zum Bahnsteig alle sehr unübersichtlich seien. „Wir haben mit der Stadt die Grundstücksgrenzen überprüft. Die Pflanzen sollen gepflegt und zurückgeschnitten werden.“ Die Region arbeite außerdem an einer einheitlichen Ausschilderung für alle Bahnhöfe, was auch dem Haltepunkt in Bornum zugute kommen könnte.

Einige Bürger beklagten in der Sitzung den verwahrlosten Zustand der gesamten Anlage. Ein Lattenzaun zu einer angrenzenden Grünfläche sei abgängig. „Es kommen deshalb von hinten Leute auf den Bahnsteig.“ Eine Nachbarin forderte, das Wartehäuschen abzureißen und einen neuen Zaun als Absperrung zu den bebauten Grundstücken zu errichten. „Wir wünschen uns einigermaßen sichere Verhältnisse.“ Zurzeit werde der Bereich hinter dem Wartehäuschen als wilde Müllhalde und Urinal missbraucht.

„Wir wünschen uns zahlreiche Fahrradbügel. Und die S-5 sollte am Bahnhof halten, so dass eine Direktverbindung zum Flughafen, nach Hameln und Springe entsteht“, sagte CDU-Fraktionschef Christian Weske. Die Nachbarn sorgten sich, dass die Bahn bei der Sanierung wieder jede Zugeinfahrt per Lautsprecher ansagt. „Bei einer automatischen Durchsage alle 20 oder 30 Minuten werden wir irre.“ Zum gegenwärtigen Stand seien Durchsagen vorgesehen, sagte die Mitarbeiterin der Region. Sie wolle aber mit der Bahn besprechen, ob ein Kompromiss möglich sei. Anwohner berichteten auch, dass sie sich seit mehr als zehn Jahren um Schallschutz bemühten. „Der Lärm des Güterverkehrs ist nachts infernalisch.“ Die Prüfung der Bahn zu dieser Frage laufe aktuell noch, sagte die Regionsmitarbeiterin.

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