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Schulcontainer in der Stammestraße werden zur Kindertagesstätte

Ricklingen Schulcontainer in der Stammestraße werden zur Kindertagesstätte

Die Sanierungsarbeiten in der Grundschule Stammestraße nähern sich ihrem Ende. Die zweistöckige Containeranlage auf dem Schulhof bleibt aber noch für mindestens zwei Jahre erhalten: Sie wird für eine provisorisch eingerichtete Kindertagesstätte gebraucht.

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Die Containeranlage im Hof der Grundschule soll weitere zwei Jahre stehen bleiben.

Quelle: Schwarzenberger

Die Sanierungsarbeiten in der Grundschule Stammestraße nähern sich ihrem Ende. Nach den Sommerferien können derzeit noch ausgelagerte Klassen in ihren Gebäudetrakt zurückkehren. Die zweistöckige Containeranlage auf dem Schulhof bleibt aber noch für mindestens zwei Jahre erhalten: Sie wird für eine provisorisch eingerichtete Kindertagesstätte gebraucht. Das Provisorium werde ab August 50 Plätze bieten, sagte Stadtsprecherin Konstanze Kalmus auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers. Betreuungskonzept und Betreiber will die Verwaltung im Juni dem Bezirksrat Ricklingen vorstellen.

Mit dem Kita-Provisorium in Ricklingen reagiert die Stadt auf einen steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen für Drei- bis Fünfjährige. Stadtweit suchen nach Angaben der Verwaltung Eltern von rund 360 Kindern nach einem Kita-Platz; mindestens 300 Plätze sollen bis zum 1. August neu geschaffen werden. Viele davon werden zunächst vorübergehend in Containern eingerichtet. Weil es auch in Ricklingen an genügend Plätzen fehlt, nutzt die Stadt die bereits auf dem Hof der Grundschule aufgestellte Anlage.

Das Erdgeschoss soll mit einer kleinen Küche umgebaut werden, im Obergeschoss behält die Schule vorerst zwei Klassenzimmer für sich. „Die brauchen wir auch“, sagt Schulleiter Helmut Meffert. Sobald die Sanierung der Schule vollendet sei, stünden ihm wieder 14 Klassenräume zur Verfügung. So viele Klassen werden im nächsten Schuljahr auch an der Stammestraße unterrichtet. Zusätzlich gibt es nur wenig Fach- und Gruppenräume. „Da kommt es uns zugute, wenn wir die Räume in den Containern noch wenigstens zwei Jahre nutzen können“, meint Meffert.

Rund 4,5 Millionen Euro investiert die Stadt in die Sanierung der Grundschule. Seit 2008 werden die beiden Gebäudeflügel umfassend erneuert; derzeit laufen noch Sanierungsarbeiten im 1887 errichteten Altbau. Die Arbeiten am letzten Bauabschnitt beginnen Anfang Juli. Dann wird auch die Sporthalle saniert. Schon ab dem 27. Juni ist die Halle für externe Nutzer wie Sportvereine gesperrt. Voraussichtlich bis zum 26. November dauert die Sperrung an.

Die Hallensanierung lässt kaum einen Gebäudeteil aus – so werden Dach, Sanitäranlagen und Umkleiden erneuert; die Beleuchtung sowie die Heizung modernisiert und neue Lagerräume für Sportgeräte eingebaut. Ein Musikraum im Obergeschoss der Halle bekommt eine neue Fluchttreppe und kann deshalb weiter von der Schule genutzt werden. „Ohne diesen Fluchtweg wäre der Raum für uns gesperrt worden“, sagt Meffert. Er hofft während der Hallensperrung auf mildes Wetter, damit die Kinder Sportunterricht im Freien bekommen können. Eine Ausweichhalle gibt es in der Nähe nicht.

Entgegen den Wünschen der Schulleitung wird die Stadt den Schulhof nicht umgestalten. Dafür fehlt das Geld. Die Verwaltung betonte deshalb in der jüngsten Bezirksratssitzung auf Anfrage der SPD, dass die Außenflächen zunächst nur instand gesetzt würden. Eine Aufwertung mit neuen Spiel- und Ruhezonen soll es zwar geben – aber erst „Zug um Zug in den kommenden Jahren“, teilte die Stadt mit. „Wir brauchen aber dringend einen Ausgleich für die Kinder“, kritisiert Meffert. Ein Großteil des Schulhofs ist betoniert; ein Stück der Grünfläche ist für weitere zwei Jahre von der Containeranlage belegt. „Wenigstens auf eine kleineren Fläche sollte es Bewegungsangebote geben“, findet Meffert.

Marcel Schwarzenberger

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