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West „Schwanenburg“ eröffnet im Stichweh-Leinepark
Hannover Aus den Stadtteilen West „Schwanenburg“ eröffnet im Stichweh-Leinepark
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00:15 02.03.2013
Das Lokal „Schwanenburg“ im Stichweh-Leinepark bietet modernes Ambiente. Quelle: Rainer Surrey
Limmer

Das alte Tanz- und Ausflugslokal „Schwanenburg“ bot Lindenern und Limmeranern einst ein schönes Ziel - bis es 1960 für den Bau des Westschnellwegs abgerissen wurde. Auf dem Nachbargrundstück erhebt sich inzwischen der im Wachsen begriffene „Stichweh-Leinepark“. Und der bietet ab dem Wochenende einer neuen Gastronomie mit dem neu belebten Namen „Schwanenburg“ ein Domizil. Das Lokal wird an diesem Wochenende mit einer Feier für geladene Gäste eröffnet. Auch die letzten Bauabschnitte für den Gewerbepark sind in Arbeit.

Die „Schwanenburg“ entstand in einem frisch sanierten Ziegelbau, der einst zu einer Bettfedernfabrik gehörte. Das Haus ist ein Gemeinschaftsprojekt der Grundstücksgesellschaft Stichweh/Ziehm, des für die Gesamtentwicklung verantwortlichen Architektenbüros Hübotter und Stürken sowie der „Essenszeit - Agentur für gesundes Leben“ von Dietmar Hagen. Dessen Firma bezieht das Haus und wird die Vermietung von Veranstaltungsräumen und den Restaurantbetrieb übernehmen. Vorerst dient die „Schwanenburg“ vor allem der Versorgung von Mitarbeitern umliegender Betriebe und der Beamten der Polizeiinspektion (PI) West. „So richtig den Betrieb aufnehmen wird die Schwanenburg wohl ab dem Sommer“, sagte Remo Ricci von Stichweh.

Ab Mitte des Jahres sollen auch weitere Neubauabschnitte des Leineparks mit Leben gefüllt werden. Wie berichtet, wurde im vorigen Jahr dafür ein Gebäude aus den 1960er Jahren an der Wunstorfer Straße abgerissen. Der dort residierende Radgeber zog bereits in den zuerst errichteten Neubauflügel, der auch die PI West beherbergt. Ein weiterer Bau wächst seither heran. Im Erdgeschoss soll ein Rewe-Markt einziehen; auf dessen Dach entsteht ein mehrteiliges Bürogebäude. Einige Flächen seien noch nicht vermietet, sagte Ricci. Den größten Teil aber soll ein neuer Ankermieter übernehmen: Die Landesschulbehörde will in Limmer ihre Lehrerausbildung zusammenfassen und mietet auf dem Stichwehgelände Räume für Lehrerseminare an. Das Bürogebäude und der Supermarkt entstehen in zwei Abschnitten. Anfang Juli dieses Jahres soll zunächst der Gebäudetrakt entstehen. Diesen Teil will die Landesschulbehörde dann auch schon nutzen.

Ein weiterer Bürotrakt sowie der restliche Teil des Supermarkts können erst im nächsten Jahr vollendet werden. Zunächst sollen auf dem Stichwehgrundstück noch einige andere Gebäude abgerissen werden, die jetzt unter anderem eine Dialysepraxis beherbergen. Sie war gut 15 Jahre in Limmer beheimatet und zieht bald nach Ahlem. Im neuen Wohngebiet „An der Gartenbauschule“ baut die Gemeinschaftspraxis ihr neues Domizil mit rund 1600 Quadratmetern Nutzfläche. „Dort haben wir mehr Platz als in Limmer“, sagte Götz Ehlerding von der Gemeinschaftspraxis, die noch sieben weitere Niederlassungen in der Region Hannover betreibt. Eine mittlere siebenstellige Summe investiert die Praxis in ihren Ahlemer Standort, der als Gesundheitszentrum für Nierenheilkunde ausgebaut wird. Der Rohbau ist fast fertig. „Wir rechnen für Ende August mit unserem Umzug“, sagte Ehlerding. Erst dann können auf dem Stichwehgelände die Vorbereitungen für die restlichen Neubauten starten.

Zugleich will Stichweh auch die historische Firmenzentrale sanieren. Innen entstehen moderne Büroräume, außen soll das Verwaltungsgebäude dem Originalzustand von 1928 möglichst nahe kommen. Dafür ist unter anderem eine offene Fensterfront geplant. „Wenn alles klappt, sind wir im Sommer 2014 mit allem fertig“, sagte Ricci. Dann soll auch der Rewe eröffnen.

Marcel Schwarzenberger

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