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Linden

Stadt will Ampelschaltung nachbessern


Der Umbau des Küchengartenplatzes in Linden ist abgeschlossen, nur eine Fußgängerampel sorgt noch für Ärger. Die Stadt will nun die Schaltung nachbessern.
Der Küchengartenplatz in Hannover.

Was lange währt, wird endlich gut: Der umgebaute Küchengartenplatz lädt zum Verweilen ein. Allein die Fußgängeranbindung zur Limmerstraße (oben rechts) ist noch nicht optimal gelöst.

© Rainer Surrey

Es sind nur noch kleine Restarbeiten übrig. Seit wenigen Tagen präsentiert sich der Küchengartenplatz so, wie ihn Stadtverwaltung und Ratspolitiker haben wollen. Gut 880.000 Euro hat die Stadt investiert. Neu ist unter anderem der Übergang für Passanten von der Limmerstraße zum Küchengartenplatz samt einer Fußgängerinsel auf der Fössestraße. Und gerade damit haben viele Lindener ein Problem. „Der Übergang ist gefährlich“, findet Anwohner Dieter Schwärzel. Die Stadt solle diese „chaotische Ampelschaltung“ nachbessern, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

Was Schwärzel nach eigenen Angaben häufig an der Fußgängerampel erlebt, ist folgendes: Zu Stoßzeiten stauen sich Passanten, viele von ihnen mit Rädern, auf der Verkehrsinsel auf der Fössestraße. Die Grünphasen seien einfach nicht lang genug, um in einem Rutsch beide Fahrbahnen zu überqueren. Wie berichtet, fühlen sich etliche Passanten auch von langen Wartezeiten genervt und überqueren bei Rot die Straße – auch der Bezirksrat Linden-Limmer forderte jüngst eine Verbesserung der Lage. „Aber es hat sich bis heute nichts geändert“, klagt Schwärzel.

Nicht nur der Überweg, auch neue Abbiegerspuren in die Elisen- sowie in die Blumenauerstraße sind im Zuge der Umbauarbeiten am Küchengarten entstanden. Beide Abbiegerspuren werden auch getrennt an der Ampelanlage signalisiert. Hinzu kommen die beiden Spuren in Richtung City und der Verkehr von Bussen und Stadtbahnen. Vor allem der Nahverkehr, der an hannoverschen Ampeln stets Vorrang gewährt bekommt, sorgt zuweilen für längere Wartezeiten bei den anderen Verkehrsteilnehmern. „Das beeinflusst dann auch die Schaltzeiten der Ampelphasen sehr stark“, erläutert Peter Freiwald vom Fachbereich Tiefbau.

Eine Veränderung haben die städtischen Verkehrsplaner inzwischen vorgenommen: Insgesamt neun verschiedene Schaltphasen gibt es an der Ampelanlage, die je nach Tageszeit und Verkehrsaufkommen den Strom der Passanten und Fahrzeuge regeln. Zwei dieser Schaltmöglichkeiten gewährten bis zum Juni eine eigene Grünphase für Autofahrer, die von der Fösse- in die Blumenauer Straße abbiegen wollen. „Jetzt gibt es nur noch eine solche Phase“, sagt Freiwald. Für Fußgänger bedeutet das ein paar Sekunden Zeitgewinn.

Dass es sich trotzdem häufig auf der Fußgängerinsel staut, lässt sich auch damit nicht vermeiden. Viel Verkehr müsse über den Knotenpunkt Fössestraße abgewickelt werden, sagt Freiwald. „Und die Straße selbst ist sehr breit.“ Damit sei es kaum möglich, den Fußgängern wesentlich längere Grünphasen einzuräumen. Der Überweg müsse zügig für die nächste Welle der Kraftfahrzeuge geräumt werden; die Mittelinsel sei für Wartende ausreichend groß geplant. „Aber wir werden noch einmal einige Schaltungen prüfen“, sagt Freiwald zu. In den nächsten vier Wochen soll klar sein, ob die Lage für Fußgänger nicht doch noch verbessert werden kann.

Das Wirtschaftsforum im Verein „Lebendiges Linden“ will die Lage an der Fußgängerampel in seiner Sitzung am 1. September zum Thema machen. „Der Platz selbst ist super geworden“, sagte Forumsprecher Gisbert Fuchs. Neue Bäume sind gepflanzt und mehr Straßenlaternen installiert worden. Das Wirtschaftsforum plant gemeinsam mit den drei Lindener Standortgemeinschaften am 26. September einen verkaufsoffenen Sonntag. Das Programm umfasst mit dem „Fest am Küchengarten“ auch die erste Veranstaltung auf dem vollständig sanierten Platz.

Marcel Schwarzenberger

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