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Stadt will verwahrlosten Spielplatz neu gestalten

Linden-Mitte Stadt will verwahrlosten Spielplatz neu gestalten

Der Spielplatz an der Beethovenstraße ist in den vergangenen Jahren immer mehr heruntergekommen. Zusammen mit einem interkulturellen Verein plant die Stadt nun eine Runderneuerung.

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Das Gelände an der Beethovenstraße sieht trostlos aus, nur die Ziegelmauer ist frisch bemalt.

Quelle: Schwarzenberger

Linden-Mitte. Träge bewegt sich die Kettenschaukel im Wind, der schmuddelige Sandkasten und eine Wippe laden kein Kind zum kreativen Spiel ein. Der Spielplatz nahe der Stadtbahnhaltestelle „Nieschlagstraße“ in Linden-Mitte ist in den vergangenen Jahren immer mehr verfallen. Mit der Verwahrlosung soll es aber 2012 vorbei sein: Die Stadt will die Anlage in der Beethovenstraße runderneuern und bindet unter anderem den interkulturellen Verein Kargah in die Planung ein. Dieser will mit Kindern und Künstlern für eine völlig neue Optik sorgen. Als Vorbild gilt der farbenfroh gestaltete Spielplatz an der Stärkestraße in Linden-Nord.

Im Februar dieses Jahres hatte der Bezirksrat Linden-Limmer einmütig eine Aufwertung der Spielanlage an der Beethovenstraße gefordert. „Die Planungen sind für das zweite Halbjahr 2011 vorgesehen“, erklärte der städtische Pressesprecher Klaus Helmer jetzt auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers. Ein erster Schritt zur Verschönerung ist bereits zu sehen: Angehende Sonderpädagogen der Leibniz-Universität bemalten jüngst die Ziegelmauer, die die Spielfläche von einem Parkplatz trennt.

In den Sommermonaten nehmen Kargah-Mitarbeiter den Spielplatz genauer unter die Lupe. „Wir wollen wissen, wer ihn derzeit nutzt“, sagt Koordinator Asghar Eslami. Die Jugendlichen, die sich dort zuweilen treffen, sollen an den Plänen teilhaben – und die Anlage später nutzen können. „Auch für die Anwohner soll es ein attraktiver Platz werden“, ergänzt Eslami. Vorrang solle aber eine kind- und jugendgemäße Umgestaltung haben – hin zu einem Treffpunkt, der den vielen Kulturen gerecht wird, denen die Bewohner des Stadtteils angehören. „Wer diesen Ort besucht, soll ein Wir-Gefühl erleben“, sagt Eslami.

Diesen integrativen Gedanken verfolgt Kargah schon lange, und deshalb hat die Verwaltung den Verein auch ins Boot geholt. Bereits 2009 hatte die Stadt einen veralteten Spielplatz an der Stärkestraße auf Grundlage von Ideen renoviert, die Kargah mit Künstlern und Lindener Anwohnern entwickelt hatte. Bunte Mosaike, Malereien und gemütliche Sitzecken dominieren die Anlage seither. Der Spielplatz wird auch von Kargah-Mitarbeitern betreut, die dort Eltern-Gruppen oder Lese-Nachmittage anbieten.

Spielplatzbetreuer und ein organisiertes Familienprogramm wird es an der Beethovenstraße allerdings nicht geben. „Dafür ist der Platz nicht groß genug“, erläutert Eslami. Dennoch soll die Anlage dort eine ähnlich einzigartige Gestaltung bekommen wie die Spielfläche an der Stärkestraße. Kargah möchte erneut mit Künstlern zusammenarbeiten und denkt unter anderem an Graffiti an der angrenzenden Hauswand. „Doch darüber wollen wir erst mit den Hauseigentümern und Anwohnern sprechen“, sagt der Koordinator. Auch auf die Unterstützung von Initiativen, die in dem hannoverschen Netzwerk „Arbeiten-Leben-Beraten mit und für Menschen mit Migrationshintergrund“ (ALBuM) organisiert sind, hofft der Verein.

Die Stadtverwaltung will ebenfalls kreativ sein: Die Auszubildenden der Berufssparte Garten- und Landschaftsbau des städtischen Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün sollen die anfallenden Umbauarbeiten erledigen. Voraussichtlich im Herbst wollen Kargah und „ALBuM“ ein gemeinsames Konzept vorlegen; eine Kostenschätzung für das Projekt gibt es noch nicht.

Marcel Schwarzenberger

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