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Startschuss für das Fössebad fällt 2017

Limmer Startschuss für das Fössebad fällt 2017

Das Fössebad wird früher saniert als geplant: Die Anlage rückt im Bäderkonzept der Stadt zwei Jahre nach vorn. Nun soll 2017 mit den Arbeiten begonnen werden. Ob dabei von Sanierung oder Neubau gesprochen wird, ist allerdings noch offen.

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Die Arbeiten am Fössebad sollen 2017 beginnen.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. Die Fans des Fössebades können sich freuen: Auf dem Gelände in der Liepmannstraße sollen 2017 die Bauarbeiter anrücken - zwei Jahre früher, als im Bäderkonzept der Stadtverwaltung vorgesehen. Auf den neuen Zeitplan hat sich die rot-grüne Mehrheit im Stadtrat verständigt. Damit kommen die Fraktionen im Rathaus den Forderungen des Bezirksrats Linden-Limmer ein gutes Stück entgegen: Das Stadtteilgremium hatte sich vehement dafür eingesetzt, dass die Bauarbeiten bereits im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. „Unsere Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt. Aber nun muss es auch wirklich losgehen“, sagt Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube. Noch offen ist, ob eine umfassende Sanierung des betagten Bades oder ein Neubau die wirtschaftlichere Alternative ist.

Seit das Freibad vor drei Jahren wegen baulicher Mängel geschlossen wurde, lassen die Akteure im Stadtbezirk nicht locker. Der Fösse-Förderverein organisierte Protestaktionen mit Schülern im leeren Außenbecken; es gab zahlreiche Veranstaltungen, um auf die besondere Bedeutung des 1960 erbauten kombinierten Hallen- und Freibades für den Stadtbezirk hinzuweisen. Unnachgiebig verabschiedete der Bezirksrat Anträge, um die Sanierung des Bades zu befördern. „Der lange Atem hat sich gelohnt, wir freuen uns riesig“, sagt Anne Barkhoff, die Vorsitzende des Fördervereins. Gleichwohl kündigt sie an, den Druck auf die Entscheidungsträger aufrechtzuerhalten.

Die Botschaft scheint angekommen zu sein. Grünen-Ratsherr Mark Bindert, zuständig für die Sportpolitik, verspricht einen „Bürgerdialog“ im Zuge der Planungen für das Fössebad, die in diesem Jahr beginnen sollen. Bindert hatte sich im vergangenen Herbst im Stadtbezirk unbeliebt gemacht, weil er das Freibad öffentlich zur Diskussion gestellt hatte. Davon ist nun keine Rede mehr: „Die rot-grüne Ratskoalition setzt sich ausdrücklich für ein Kombibad ein“, sagt er. Von der Stadt erwartet der Politiker „schnellstmöglich belastbare Aussagen“, ob das Bad komplett neu gebaut oder grundlegend saniert werden soll. Bisher scheint die Sanierung kostengünstiger: Sie ist mit rund 9 Millionen Euro veranschlagt - doppelt so viel müsste für einen Neubau ausgegeben werden. „Es kann aber durchaus sein, dass ein neues Bad langfristig die wirtschaftlichere Lösung ist“, meint Bindert, der mit einer Planungszeit von sechs bis neun Monaten rechnet.

Die Fössebad-Betriebsgesellschaft arbeitet unterdessen an einem eigenen Konzept, das mit den Planungen der Stadt abgestimmt werden soll. Details will Geschäftsführer Andre Bondiek noch nicht preisgeben. „Das Fössebad soll auch weiterhin für die verschiedenen Nutzergruppen aus dem Stadtbezirk offen sein“, betont er. Dazu gehören Familien und Hobbyschwimmer ebenso wie Schulklassen und Vereine. Rot-Grün im Stadtrat hat auch die Option ins Spiel gebracht, die Kosten für ein neues 50-Meter-Hallenbecken zu prüfen - dieses wäre doppelt so groß wie das bestehende und könnte zudem für den Leistungssport genutzt werden. Derzeit sei das Hallenbad „absolut überlaufen“ sagt Bondiek. Vor allem im Sommer werde es eng. Denn auch die Gäste auf der noch nutzbaren Liegewiese des Freibades müssen dann zum Schwimmen in Halle ausweichen.

Der parteilose Bezirksratsherr Jörg Schimke, einer der Vorkämpfer in Sachen Fössebad, liebäugelt mit einem Neubau, der den typischen Sechzigerjahre-Charme des Bades wieder aufnimmt. Mit einem Baustart 2017 ist er zufrieden. „Nachdem das Thema jahrelang verschleppt wurde, geht es jetzt eben nicht mehr schneller“, sagt Schimke. So sieht es auch Eike Geffers, Fraktionsvorsitzender der SPD im Bezirksrat. Dirk Machentanz, Chef der Linken-Fraktion in dem Stadtteilgremium, beharrt dagegen weiter auf dem Wunschdatum 2016. In diesem Fall ist er sich mit Christdemokrat Jens Seidel einmal einig. „Wir halten an einem Baubeginn im kommenden Jahr fest - der bauliche Zustand des Fössebades duldet keinen Aufschub mehr“, sagt Seidel, zugleich CDU-Fraktionschef im Stadtrat und Bezirksratsmitglied.

Dass eine Entscheidung in der vergangenen Bauausschusssitzung noch einmal vertagt wurde, liegt an den Linken, die Beratungsbedarf hatten. Nun soll ein endgültiges Votum in einer Sondersitzung am 13. April gefasst werden.

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