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West Studenten aus Hannover erarbeiten Masterplan fürs Kulturzentrum Faust
Hannover Aus den Stadtteilen West Studenten aus Hannover erarbeiten Masterplan fürs Kulturzentrum Faust
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20:05 22.06.2011
Von Stefanie Kaune
Vermessungsarbeiten mit dem Laser-Tachymeter: Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Maren Fürniß (rechts) und Nadja Unnerstall. Quelle: Martin Steiner
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Hannover

Die Studenten haben dafür jetzt mit ersten Vermessungsarbeiten begonnen. „Es geht nicht um Visionen, sondern um eine architektonische Bestandsaufnahme“, sagt Peter Hoffmann-Schoenborn. Sprecher des Vorstandes der Faust-Stiftung.

Die Stiftung ist Eigentümerin von Gebäuden und Grundstück und wurde im Herbst 2010 zum Abschluss des Insolvenzverfahrens für das Kulturzentrum gegründet, um Immobilie und Veranstaltungsbetrieb zu trennen. „Unser Ziel ist der langfristige Erhalt der alten Industriegebäude als Kulturzentrum“, betont Hoffmann-Schoenborn. Dafür müssten der Zustand der Gebäudesubstanz und der entsprechende Sanierungsbedarf dokumentiert werden, Fragen von Brandschutz, Verkehrswegen und baulicher Sicherheit seien ebenfalls zu klären.

Außerdem sollen Überlegungen angestellt werden, was aus bisher ungenutzten Geländebereichen werden könne – dem alten Kesselhaus etwa. „Wir erhoffen uns von der Zusammenarbeit mit den Studenten wichtige Daten“, sagt der Stiftungssprecher. Etwa fünf Jahre seien für die Bestandsaufnahme und zu entwickelnde Nutzungskonzepte veranschlagt. Jeweils sechs bis sieben Studenten werden in dieser Zeit im Rahmen von Semesterarbeiten an dem Projekt mitwirken. Dass kurzfristige Ergebnisse nicht zu erwarten seien, betont auch Prof. Joachim Ganzert von der Uni-Fakultät für Architektur und Landschaftsbau.

„Wie bei einem umfassenden Gesundheitscheck beim Arzt geht es erst einmal darum, sich alles gründlich anzuschauen.“ Auch die Geschichte des Geländes wird im Zuge der Beschäftigung mit dessen Architektur aufgearbeitet. Begonnen wurde jetzt mit der Vermessung des Torhauses, dafür setzen die Studenten auch moderne Methoden wie einen Laser-Tachymeter ein, der Vermessungspunkte für dreidimensionale Darstellungen liefert. Vielleicht entwickelt sich aus der Arbeit der Studenten ein Forschungsprojekt, für das Geldgeber gewonnen werden können, hofft Ganzert. „Das Gelände hat viel Potenzial.“

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