Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Studenten aus Hannover erarbeiten Masterplan fürs Kulturzentrum Faust

Linden Studenten aus Hannover erarbeiten Masterplan fürs Kulturzentrum Faust

Nach der 20-Jahr-Feier im März blickt das Lindener Kulturzentrum Faust nun in die Zukunft: Mit dem Projekt „Faust 2020 +“, dessen Name in Anlehnung an das städtebauliche Konzept für die Innenstadt gewählt worden ist, will die Faust-Stiftung zusammen mit der Fakultät für Architektur und Landschaft der Uni Hannover eine Art Masterplan für Erhalt und Entwicklung der Immobilie erarbeiten.

hannover, Zur Bettfedernfabrik 3 52.37596 9.71073
Google Map of 52.37596,9.71073
hannover, Zur Bettfedernfabrik 3 Mehr Infos
Nächster Artikel
Großbaustelle an Eisenbahnbrücke in Ricklingen

Vermessungsarbeiten mit dem Laser-Tachymeter: Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Maren Fürniß (rechts) und Nadja Unnerstall.

Quelle: Martin Steiner

Hannover. Die Studenten haben dafür jetzt mit ersten Vermessungsarbeiten begonnen. „Es geht nicht um Visionen, sondern um eine architektonische Bestandsaufnahme“, sagt Peter Hoffmann-Schoenborn. Sprecher des Vorstandes der Faust-Stiftung.

Die Stiftung ist Eigentümerin von Gebäuden und Grundstück und wurde im Herbst 2010 zum Abschluss des Insolvenzverfahrens für das Kulturzentrum gegründet, um Immobilie und Veranstaltungsbetrieb zu trennen. „Unser Ziel ist der langfristige Erhalt der alten Industriegebäude als Kulturzentrum“, betont Hoffmann-Schoenborn. Dafür müssten der Zustand der Gebäudesubstanz und der entsprechende Sanierungsbedarf dokumentiert werden, Fragen von Brandschutz, Verkehrswegen und baulicher Sicherheit seien ebenfalls zu klären.

Außerdem sollen Überlegungen angestellt werden, was aus bisher ungenutzten Geländebereichen werden könne – dem alten Kesselhaus etwa. „Wir erhoffen uns von der Zusammenarbeit mit den Studenten wichtige Daten“, sagt der Stiftungssprecher. Etwa fünf Jahre seien für die Bestandsaufnahme und zu entwickelnde Nutzungskonzepte veranschlagt. Jeweils sechs bis sieben Studenten werden in dieser Zeit im Rahmen von Semesterarbeiten an dem Projekt mitwirken. Dass kurzfristige Ergebnisse nicht zu erwarten seien, betont auch Prof. Joachim Ganzert von der Uni-Fakultät für Architektur und Landschaftsbau.

„Wie bei einem umfassenden Gesundheitscheck beim Arzt geht es erst einmal darum, sich alles gründlich anzuschauen.“ Auch die Geschichte des Geländes wird im Zuge der Beschäftigung mit dessen Architektur aufgearbeitet. Begonnen wurde jetzt mit der Vermessung des Torhauses, dafür setzen die Studenten auch moderne Methoden wie einen Laser-Tachymeter ein, der Vermessungspunkte für dreidimensionale Darstellungen liefert. Vielleicht entwickelt sich aus der Arbeit der Studenten ein Forschungsprojekt, für das Geldgeber gewonnen werden können, hofft Ganzert. „Das Gelände hat viel Potenzial.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Linden
 Das Faust-Team: Jörg Smotlacha (v.l.), Henning Chadde, Katrin Gliemann, Hans-Michael Krüger, Jens Wilhelm V und Karsten Skarbnik.von Ditfurth

Das Insolvenzverfahren beim Kulturzentrum Faust in Hannover Linden ist beendet. Der Insolvenzverwalter Jens Wilhelm V und der Vereinsvorstand feierten das Ende bei einer Pressekonferenz als Erfolg. Jetzt wird das 20-jährige Bestehen vorbereitet.

mehr
Mehr aus West

Das Ihme-Zentrum hat viele Facetten, hinter seiner grauen Kulisse verbergen sich Geschichten aus vergangener Kinderzeit, Heimatliebe und Zukunftsträumen. In unserer multimedialen Reportage nehmen wir Sie mit zu einem interaktiven Besuch vor Ort. So haben Sie das Ihme-Zentrum noch nie gesehen – versprochen. mehr

So schön ist Hannover-Linden
So schön ist Hannover-Limmer
Region Hannover