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West Studie über Lärm auf der Limmerstraße präsentiert
Hannover Aus den Stadtteilen West Studie über Lärm auf der Limmerstraße präsentiert
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12:00 04.10.2012
Von Rüdiger Meise
Die Limmerstraße ist wegen Ruhestörungen in die Schlagzeilen geraten. Quelle: Tim Schaarschmidt
Linden-Nord

Das ist eines der Ergebnisse der Untersuchung, die das Karl-Lemmermann-Haus in den vergangenen Monaten auf der Limmerstraße durchgeführt hat. Für die Studie, die Mitarbeiter der sozialen Einrichtung im Bezirksrat Linden-Limmer vorstellten, wurden 169 Beobachtungsprotokolle angefertigt sowie 318 Fragebögen ausgewertet, 84 Besuche und neun Interviews.

Ziel war, auf der belebten Straße Ort und Ursache der Lärmquellen zu finden, durch die sich Anwohner so massiv beeinträchtigt fühlen. Auffällig dabei ist, dass Bürger von Störungen berichten, die vom Lemmermann-Haus nicht bestätigt werden konnten. „Die Grenzen sind fließend“, sagte eine Mitarbeiterin. „Manches wirkte auf mich nicht störend, auf Anwohner schon.“ So hat die Studie kaum Belästigungen durch Partygänger nach 23 Uhr festgestellt - Besucher des Bezirksrats beharrten jedoch darauf, mehrmals wöchentlich bei Nacht von solchen Belästigungen aus dem Schlaf gerissen zu werden.

Die Untersuchung bestätigt, dass es auf der Straße ein massives Problem gibt. „40 Prozent der Befragten beklagen Störungen - das ist viel“, sagte eine Mitarbeiterin des Lemmermann-Hauses. Jetzt wünscht sich Lindens Bürgermeister Rainer-Jörg Grube von der Einrichtung konkrete Vorschläge. Die Zeit drängt: Bis Dezember müsste ein möglicher Einsatz von Haushaltsmitteln beantragt werden, damit 2013 gehandelt werden kann, sagt Grube.

Die Anwohner selbst halten offenbar wenig von harschen Maßnahmen. Laut der Studie wünschen sich 28 Prozent von den Störern „mehr Rücksicht und Respekt“ sowie „angepasstes Verhalten“ (19 Prozent). Nur elf Prozent fordern: „Die Störer sollen weg“. Dieses Ergebnis nennt das Lemmermann-Haus angesichts der Beschwerden „erstaunlich tolerant“.

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