Nach Auskunft des zuständigen Zwangsverwalters soll die Parkgarage schrittweise zur Nutzung freigegeben werden. Bedarf haben bis zu 100 Anwohner sowie die Stadt und die Stadtwerke, die im Ihme-Zentrum rund 500 Plätze angemietet hatten und derzeit auf Ersatzflächen in der Nachbarschaft ausweichen müssen.
Einen genauen Zeitplan, wann welche Stellflächen bereitstehen, gibt es noch nicht. Von regulär 1700 Plätzen waren schon vor der Stilllegung nur etwa 600 freigegeben, weil sich die Garage im Umbau befand. Laut Zwangsverwalter ist geplant, diese bis zum Oktober komplett fertigzustellen. Es wurden regionale Firmen beauftragt, die auch bisher am Bau beteiligt waren. Über die Kosten machte der Verwalter keine Angaben. Er kündigte aber weitere Maßnahmen im Ihme-Zentrum an. Unter anderem warten die Wohnungsbesitzer auf ausstehende Hausgeldzahlungen von derzeit 800 000 Euro.
Noch immer ist nach dem Ausscheiden von Investor Carlyle das Insolvenzverfahren gegen die neun Projektgesellschaften des Ihme-Zentrums nicht eröffnet. Vorläufige Insolvenzverwalter prüfen, ob genug Vermögen vorhanden ist, um die Gläubiger zu bedienen. Für den Übergang wurde der Zwangsverwalter der Landesbank Berlin (LBB) eingesetzt, die Hauptgläubigerin ist. Mit der Wiederaufnahme der Arbeiten in der Tiefgarage tritt die LBB auch finanziell erst einmal in Vorleistung. Ziel ist es, einen neuen Investor für den gesamten Komplex zu finden.
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