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Wertstoffhof verlässt beengtes Betriebsgelände

Müllentsorgung Wertstoffhof verlässt beengtes Betriebsgelände

Der Platzmangel und die Autoschlangen am Gelände des Wertstoffhofs Linden-Mitte sollen bald ein Ende haben. Im nächsten Jahr zieht der Hof auf ein Gelände an der Schörlingstraße. Dort will aha eine große Entsorgungsstation einrichten.

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Dieses Gewerbegrundstück an der Schörlingstraße soll neuer Standort für eine große Entsorgungsstation werden.

Quelle: Schwarzenberger

Linden-Mitte. Der Wertstoffhof Linden-Mitte zieht im nächsten Jahr um. Mit diesem Schritt will der Zweckverband Abfallwirtschaft (aha) zwei Probleme auf einen Schlag lösen: Die alte Anlage an der Billungstraße gilt als zu klein – auf einem neuen Grundstück am Lindener Hafen wird es künftig mehr Platz geben. Zudem bedeutet der Umzug auch das Ende häufiger Autoschlangen vor dem Geländeeingang. Die Zufahrt liegt nah an der Davenstedter Straße. Autofahrer, die ihren Sperrmüll im Wertstoffhof abladen wollen, blockieren mit ihren Fahrzeugen oft den Straßen- und Stadtbahnverkehr.

Der Umzug deutete sich bereits Ende 2010 an. Inzwischen sind die politischen Beschlüsse bei der Region Hannover gefallen. Es geht um ein gut 22 000 Quadratmeter großes Grundstück im Gewerbegebiet an der Schörlingstraße. Die Fläche gehört den Städtischen Häfen. Mit dem kommunalen Tochterunternehmen hat aha bereits einen Erbbaurechtsvertrag geschlossen. Der neue Wertstoffhof wird auf einem Betriebsgelände aufgebaut, das zuvor vom Fahrzeughersteller Bucher-Schörling genutzt wurde. Neben dem Wertstoff wird auch ein Betriebshof für die Straßenreinigung an der Billungstraße eingerichtet. Die Maschinen und Mitarbeiter kommen vom aha-Gelände an der Bornumer Straße.

Auch in Bornum gibt es einen Wertstoffhof. Der soll vergrößert werden, sobald der Gerätepark der Müllabfuhr an die Schörlingstraße gezogen ist. „Er wird damit für unsere Kunden komfortabler“, sagte aha-Sprecher Stefan Altmeyer. Mehr Platz für Container und wartende Autofahrer gibt es auch auf dem neuen Betriebsgelände an der Schörlingstraße. An den Bauplänen wird derzeit noch gearbeitet. „Wir gehen davon aus, die Bauvorhaben in der zweiten Jahreshälfte 2012 fertigstellen zu können“, sagte Altmeyer. Auch die Stadtverwaltung muss ihren Beitrag leisten: „Die Schörlingstraße muss für die Ansiedlung des aha-Hofes noch ausgebaut werden“, erklärte Stadtsprecher Andreas Möser. Die Fahrbahn müsse für den erhöhten Ansturm von Lastwagen und Autos hergerichtet werden. Zu den anfallenden Kosten konnte Möser noch keine Angaben machen.

Völlige Ruhe wird an der Billungstraße dennoch nicht einkehren. Denn eine zunächst von aha verkündete Idee, die dort angesiedelte Betriebsstätte für Straßenreiniger ebenfalls umziehen zu lassen, wurde aufgegeben. Das aha-Gelände bleibt Basis für etwa 25 Reinigungsfahrzeuge und 45 Mitarbeiter. „Ein Umzug zur Schörlingstraße hätte keine messbare Vorteile“, begründete Altmeyer. Als Ausgangspunkt für die Routen der Kehrmaschinen sei die Billungstraße einfach günstiger.

Mit der Entscheidung für das Grundstück an der Schörlingstraße geht eine gut vier Jahre andauernde Suche nach einem Standort zu Ende. Der kleine Wertstoffhof an der Billungstraße war vielen Anwohnern und Lokalpolitikern ein Dorn im Auge. Auch der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt forderte bereits 2008 den Umzug; auch die Bewohner dieses Stadtbezirks nutzen die Lindener Einrichtung, um ihren Müll loszuwerden. Im Bezirksrat Linden-Limmer machten sich die Grünen 2007 noch für einen Verbleib des Wertstoffhofs stark. Die Einrichtung an der Billungstraße sei gut angenommen und liege „im Herzen des Stadtteils“, begründeten sie damals. Allerdings forderten auch sie einen Umbau für eine störungsfreie Zufahrt. Die Stadtverwaltung hatte einen Umbau wegen Platzmangels abgelehnt.

Marcel Schwarzenberger

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