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West Anwohner wehren sich gegen Straßenbaupläne
Hannover Aus den Stadtteilen West Anwohner wehren sich gegen Straßenbaupläne
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10:11 14.03.2018
Wettbergen: Die Staße in der Rehre soll erneuert werden. Quelle: Schwarzenberger
Wettbergen

Die Straße In der Rehre wird bald umgebaut – in Wettbergen sind nicht alle darüber erfreut. Anwohner Bernd Bergmann ist regelrecht zornig. „Das wird eine Wahnsinns-Breite“, kritisierte nach dem Votum des Bezirksrats Ricklingen für das drei Millionen Euro teure Bauvorhaben. Eine lange, gerade Strecke werde vor allem Durchreisende zur Nutzung einladen, fürchten Anlieger wie Bergmann. Seine Lösung: Die Straße dürften im Grunde nur noch Anwohner nutzen. „Für den reinen Durchgangsverkehr müsste die Straße gesperrt werden.“

Wie berichtet, hat der Bezirksrat auf Antrag der Mehrheitskoalition aus SPD, Grünen, Linke, FDP und Piraten im Februar zwei Forderungen für mehr Verkehrssicherheit verabschiedet. Demnach soll die Stadt auch nach dem Ausbau zur Hauptverkehrsstraße einen Großteil der erneuerten Trasse mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer je Stunde belegen. Auch eine zusätzliche Querungshilfe in Höhe des Rewe-Marktes soll den Verkehr ausbremsen – und die neue Trasse unattraktiver für den Schleichverkehr zwischen den Bundesstraßen 3 und 217 machen. Allerdings müssen über diese Änderungen noch die Ratsgremien entscheiden. Und: „Wir haben im Ortskern bereits eine Tempo-30-Zone“, sagte Anwohner Bergmann. Auch Teile der Straße In der Rehre seien darin inbegriffen. Viele Autofahrer halte das weder von der Benutzung der Strecke als Schleichweg noch von Übertretung des Tempolimits ab. Bergmann befürchtet, dass mit dem Trassenausbau noch mehr Durchreisende angezogen werden, die morgens etwa aus Hameln oder Springe nach Hannover fahren. Für sie ist zwar der Südschnellweg da; wegen der vielen Baustellen und häufigen Staus hat sich die alternative Route durch Wettbergen – über Hauptstraße und In der Rehre – längst zur Stauumgehungsstrecke entwickelt. Vor allem beim morgendlichen Berufsverkehr, wenn zudem zahlreiche Schulkinder zu Fuß unterwegs seien, entwickle sich das zur gefährlichen Melange, findet Bergmann. „Es müsste eigentlich einen Aufschrei der Bürger gegen das Vorhaben geben.

Nun findet auch Kritiker Bergmann es für richtig, dass die Straße breit genug für eine neue Buslinie zum Zero:e-Park sowie für neue Nebenanlagen wird. Doch die Stadt solle eine Lösung finden, wie sie den reinen Durchreiseverkehr aus Wettbergen heraushält. „Mit Schildern an den Abfahrten der Bundesstraßen zum Beispiel.“

Von Marcel Schwarzenberger

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