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West Wildes Parken stört Anlieger in Hannover
Hannover Aus den Stadtteilen West Wildes Parken stört Anlieger in Hannover
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14:20 09.06.2011
Von Susanna Bauch
Stadt und Nachbarn wünschen sich Wohnungen statt einer Kiesfläche für Autos. Quelle: Bauch
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Seit etlichen Monaten klafft in der Davenstedter Straße in Linden-Mitte eine Lücke. Damals wurde das baufällige Haus mit der Nummer 5 abgerissen. Seither wird auf dem Gelände regelmäßig wild geparkt – sehr zum Ärger einiger Anlieger. „Wir könnten hier durchaus Parkraum brauchen“, sagt Anwohner Dietmar Klenkert. „Doch dann sollte ein ordentlicher Parkplatz angelegt werden, meinetwegen auch gebührenpflichtig.“ Da zudem im hinteren Bereich des Geländes ein Unternehmen sei, werde die Fläche auch als Anfahrtsweg genutzt.

„Hier herrscht ständiges Kommen und Gehen, außerdem sieht das Gelände sehr umgepflegt aus“, findet auch Karin Gattker. Die kleine Mauer ist baufällig, die Fläche nur mit Kies bestreut. Und die Einzelhändler rund um den Lindener Marktplatz haben zwar grundsätzlich nichts gegen mehr Parkraum einzuwenden, der Zustand des Geländes ist aber auch ihnen ein Dorn im Auge. „Da werden Wagen gewaschen und Reifen gewechselt“, klagt etwa eine Händlerin. Das alte Wohnhaus an der Davenstedter Straße 5 musste im vergangenen Jahr abgerissen werden, da eine Sanierung einfach nicht mehr zu bezahlen war, wie Eigentümer Klaus-Dieter Hoppe erläuterte. Das aus dem 19. Jahrhundert stammende Gebäude war baufällig, die Wohnungen darin standen bereits zwei Jahre leer. Neubaupläne hat der Ronnenberger bislang nicht. „Dafür fehlt einfach das Geld.“ Allerdings hatte er kurz nach dem Abriss schon einmal in Erwägung gezogen, Parkplätze einzurichten – allerdings keine öffentlichen, nur Plätze zur Miete.

Und so sind auch bereits Absperrpoller eingelassen, die die Zufahrt beschränken sollen. Acht gebührenpflichtige Stellplätze soll das Areal hergeben, für 60 Euro im Monat sind auch bereits die Hälfte vergeben. Da aber die Poller nur selten den Platz versperren, nutzen eben auch immer wieder andere das Gelände für ihre Zwecke. Der Eigentümer hofft, dass dieser Zustand ein Ende hat, wenn alle Plätze vermietet sind. Am Zustand der Fläche soll aber derzeit nichts geändert werden.

Über die Nutzung kann der Eigentümer weitgehend frei entscheiden, die Stadt hat wenig Mitspracherecht. „Sinnvoll erscheint aber Wohnbebauung,“ sagte Stadtsprecher Dennis Dix. „Städtebaulich sind Parkplätze nicht erwünscht“, erklärte Dix weiter. Sie seien aber in gewissem Rahmen unter Berücksichtigung des Umfeldes zulässig, die Situation müsse aber erst von der städtischen Bauordnung in Augenschein genommen werden. „Der Sachverhalt muss dem Baurecht entsprechen, das werden wir in Kürze prüfen“, erklärte Dix. Die Stadt sei bislang über die Nutzung als Parkfläche nicht informiert worden. Gegebenenfalls müssten die Plätze nach einer Prüfung wieder weichen.

Zwischenzeitlich war erwogen worden, auf der Fläche eine provisorische Mensa für die Grundschule am Lindener Markt zu errichten – eine Voraussetzung, damit dort die Ganztagsschule eingeführt werden kann. Da die Grundschüler dafür aber eine Straße überqueren müssten, ist diese Variante wieder vom Tisch.

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