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Linden

Zukunft der Hautklinik ist ungewiss

Von Jutta Oerding

Bezirkspolitiker in Linden wollen Mitspracherecht bei der Frage zur Zukunft der Hautklinik in Linden. Beim Verzicht aufs Rückfallrecht haben sie dies aber 2005 verwirkt.
Hautklinik Linden.

Hautklinik Linden.

© Rainer Surrey (Archiv)

Nach der geplanten Schließung der Hautklinik hätten bei der Nachnutzung des Geländes die Interessen des Stadtteils berücksichtigt werden können – wenn der Bezirksrat sich rechtzeitig gekümmert hätte. Die Grünen-Fraktion wollte jetzt mithilfe einer Anfrage an die Verwaltung klarstellen, dass nicht die finanziellen Interessen der für die Krankenhäuser zuständigen Region im Vordergrund stehen. Die Anfrage geriet aber zum Eigentor: Der Bezirksrat selbst hatte die Stadt im Juni 2005 ohne Gegenstimme aufgefordert, auf ihr Rückfallrecht zu verzichten. Folglich ist die Region für die ihr von der Stadt übertragenen Krankenhausgrundstücke allein zuständig – das der Hautklinik gilt wegen der Lage an der Ihme als sehr lukrativ. Der Einfluss im Rathaus beschränkt sich damit auf die Bauleitplanung.

Der Beschluss von 2005 stand im Zusammenhang mit dem Neubau des Krankenhauses Siloah, den der Bezirksrat unterstützen wollte. Was aus der Hautklinik wird, dem zweiten großen Lindener Krankenhaus, ist noch ungewiss. Konkrete Pläne für Verkauf oder Nachnutzung von Grundstück und Immobilie gibt es offenbar noch nicht. Die Hautklinik wird vom Klinikum der Region gemeinsam mit der MHH betrieben. Beide verhandeln derzeit darüber, die Einrichtung an einen anderen Standort zu verlagern.

Bisher ist die Medizinische Hochschule (MHH) in der Hautklinik für Forschung und Lehre verantwortlich, das Klinikum für die Krankenversorgung – eine Kooperation, die schon in den siebziger Jahren festgelegt wurde. Das 1955 an der Ricklinger Straße errichtete Klinikgebäude gilt als stark sanierungsbedürftig. Im Mai 2008 hatten MHH und Klinikum die Verhandlungen zur Verlagerung der Hautklinik auf das Gelände der MHH im Roderbruch wieder aufgenommen. Eine Einigung hängt auch von finanziellen Fragen ab. Das Land müsste eine „Ablösesumme“ zahlen, wenn das kommunale Klinikum den Krankenversorgungsauftrag für die Hautklinik an die MHH abgibt.

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  • @ links der leine Lindener Buttjer – 08.01.10
    Verwaltung vertritt immer eigene Interessen, die von den politischen Interessen der Parlamentarier abweichen können. Man muss also als Politiker mindestens so qualifiziert sein, dass man inhaltlich nicht dieser Zuarbeit der Verwaltung vertraut.
    Wes es nicht ist, sollte nicht antreten oder abgewählt werden.
  • ... links der Leine – 08.01.10
    Nun brecht mal nicht immer gleich den Stab über unsere Politiker. Sowohl in den Stadtteilen, als auch in Stadt und Region sind das nun mal ehrenamtliche "Feierabendpolitiker". Das ist doch auch so gewollt, stellt Euch mal voor die würden alle auf Staatskosten eine Vollzeitstelle bezahlt bekommen, was das für eine Aufschrei gäbe...
    Deshalb durchblicken die Politiker manches auch nicht besser als wir interessierten Bürger und sind auf die Informationen und Unterstützung der Verwaltung angewiesen.
    Ein Beispiel was mir dazu einfällt war der geplante Neubau eine hochwertigen Wohnhauses in einer Seitenstraße der Rudolf-von-Bennigsen-Ufers. Der Verkauf des Grundstückes wurde dem Rat zur Abstimmung vorgelegt und der stimmte zu. Warum auch nicht, bei einem wegen des Zuschnitts schwierigen zu vermakteten Grundstückes war man froh einen Investor bekommen zu haben.
    Später stellte sich dann raus, dass die Verträge so gestaltet waren, dass nicht nur die Erweiterung des Sprengel Museums unmöglich wurde, sondern auch einige Bäume der Lindenallee am Maschsee gefällt werden müssten. Da steht man dann als Politiker der dem zugestimmt hat blöd da!
    Ein anderes Beispiel war der Büro- bzw. jetzt verwirklichtete Supermarktneubau an der Podbi. Auch da hat der Rat der Änderung des Bebauungsplans zugestimmt, ohne zu wissen, dass das gar nicht ihren Wünschen entsprach.
    Die Kritik an den Politikern muss also auch immer eine Kritik an der zuarbeitenden Verwaltung sein!!
  • Hm... Carsten – 08.01.10
    Sind das etwa dieselben Politiker, die seit Monaten vehement wegen zwei Haltestellen in der Limmerstraße die Einführung eines sündteuren Niederflurstraßenbahnnetzes in Hannover fordern? ;-)

    Auf Stadtbezirksebene reagieren die Möchtegern-Politiker ohnehin nur, wenn sie von irgendwem (in meinem obigen Beispiel den Geschäftsleuten) aus dem Schlaf gescheucht werden. Mit wieviel Kompetenz und Enthusiasmus sie ansonsten ihr Amt wahrnehmen, sieht am Beispiel dieses Artikels.

  • Oh je... Lindener Buttjer – 07.01.10
    Unwissende Feierabendpolitker ohne Übersicht disqualifizieren sich selber...

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