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Wettbergen Elternrat rügt chaotische Planung für Grundschule
Hannover Aus den Stadtteilen Wettbergen Elternrat rügt chaotische Planung für Grundschule
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04:21 25.09.2016
Von Saskia Döhner
Ein Provisorium wird zur Dauerlösung: In der Grundschule Wettbergen werden viele Kinder in Containern unterrichtet. Quelle: Katrin Kutter
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Wettbergen

„Mit vorausschauender Schulentwicklungsplanung hat das nichts zu tun.“ Schulelternratsvorsitzender Michael Balke ist verärgert über das „Containerchaos“ an der Grundschule Wettbergen. Weil die Schule aus allen Nähten platzt, stehen jetzt noch zwei weitere Container auf dem Schulhof, aber nur übergangsweise, denn neben einem bestehenden Container wird in Kürze die Erde aufgebuddelt, um dort dann zum nächsten Schuljahr zwei doppelgeschossige Container aufzustellen. „Die Kinder können sich auf dem Hof gar nicht mehr richtig austoben“, kritisiert Balke.

Bald haben sie vielleicht noch weniger Freifläche. Denn eigentlich bräuchte man sechs Container, um alle Schüler unterzubringen und auch noch genügend Platz für das Ganztagsangebot zu haben, sagt Schulleiterin Dorothea Kling. Dann würde ein Drittel der Kinder im Container unterrichtet. Schlecht seien nicht die Container, schlecht sei, dass es keine echte Dauerlösung gebe und dass alles so lange dauere. Dabei hätte man schon vor mehr als einem Jahr die Stadt auf die Platznot aufmerksam gemacht. Ausgelegt ist die Schule auf drei bis vier Klassen pro Jahrgang. Gestartet sind in diesem Schuljahr sogar fünf erste Klassen. Im zweiten Jahrgang musste eine zusätzliche Klasse gebildet werden, weil immer mehr Familien nach Wettbergen ziehen. Das sei auch kein Wunder angesichts eines boomenden Neubaugebiets mit 300 Wohnungen, sagt Balke. Die Stadt könne nicht einerseits Neubaugebiete mit Kinderlandbonus ausweisen, aber andererseits nicht genügend Plätze an den Schulen bereithalten, wenn dann viele Familien in die neuen Häuser zögen. Hinzu komme auch noch ein Generationswechsel in Wettbergen generell - viele Jüngere übernähmen die Häuser von Älteren.

Auch beim Streit um die Neueinteilung der Schulbezirke hatten Eltern und Oppositionspolitiker der Stadtverwaltung vorgeworfen, zu wenig Schulplätze in der Nähe von Neubaugebieten vorzuhalten. Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski will sich in den nächsten Monaten verstärkt um die Schulentwicklungsplanung kümmern; dazu gehört auch die genaue Berechnung, wie viele Schüler in welchem Bezirk erwartet werden. Das Problem mit der Raumnot kennen auch viele andere Standorte. Nach Angaben der Stadt gibt es derzeit „mobile Raumeinheiten“ an den Grundschulen Groß-Buchholzer Kirchweg (Groß-Buchholz), Grimsehlweg (Bothfeld), Wasserkampstraße (Kirchrode), Friedrich-Ebert-Schule (Badenstedt), In der Steinbreite (Davenstedt), Fuhsestraße (Leinhausen), An der Feldbuschwende (Bemerode), Kurt-Schumacher-Schule (Anderten), Hoffmann-von-Fallersleben-Schule (Bothfeld), Grundschule Ahlem, Grundschule Mühlenberg, Fridtjof-Nansen-Schule (Vahrenheide), Beuthener Straße (Mittelfeld) und die Wilhelm-Busch-Schule (Oberricklingen). Ob in den nächsten Monaten noch weitere Standorte hinzukommen, wird gerade geprüft.

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